Daniel Benjamin - There´s A Deathbed For Your Monster - Cover
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Daniel Benjamin There´s A Deathbed For Your Monster


  • Label: Haldern Pop/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem konzeptionell entstandenen Vorgänger „There´s A Monster Under Your Deathbed“ folgt der nur im ersten Augenblick mit seiner Ähnlichkeit im Albumtitel verwirrende Longplayer „There´s A Deathbed For Your Monster“ von Songwriter Daniel Benjamin, der in Deutschland lebend ein beachtliches, internationales Netzwerk aufgebaut hat. So befindet sich mittlerweile nicht nur das Monster im Sterbebett, sind die Songs in Live-Sessions auf Reisen aufgenommen worden, sondern darüber hinaus ist die mannigfaltige Stimmung jederzeit eindringlich.

Daniel Benjamins griechische Gattin Eleni sorgt für zahlreiche, bewegende Vocals, während man bei „Give Me A Reason“ gleich auf Mitglieder von Loney.Dear, Patrick Watson und der Stockholmer Jazzszene zurückgriff. Dass der Songwriter mit Duke Special komponierte, sich mit Emil Nikolaisen (Serena Maneesh) musikalisch austauscht und Sufjan Stevens als Freund sowie Fan gleichermaßen gilt, kann in Ansätzen erklären, welchen Anspruch Daniel Benjamin an seine Musik hat.

Dieser ist sehr hoch und zum Glück nicht zu hoch gegriffen, denn „There´s A Deathbed For Your Monster“ packt von der ersten Minute an, badet in Songwriter-Pop, Jazz und lärmt auch mal disharmonisch mit Post Rock-Einschlag. Neoklassische Elemente finden sich ebenso und über allem der oft zweistimmige Gesang, bei dem das Ehepaar komplett und höchst anschmiegsam überzeugt. Entrückt erklingt im Opener „Give & Take“ das Klavier neben perlenden Percussions, die ab der Mitte des Songs an Lautstärke zunehmen, um doch angenehm beiläufig zu verharren. „It Was True“ macht genau da weiter, pendelt sich in nahe gehender Melancholie ein und erfährt sogleich den erlösenden Ausbruch in Form von belebenden Gitarreneffekten.

In „My Cloud Has Lost Its Silver Lining” wird das Tempo erstmalig erhöht und somit die Stimmung antreibender, was vom Klang osteuropäischer Folklore mit euphorischem Violinen-Einsatz und der Zweitstimme von Eleni begünstigt wird. Ein kleiner Hit auf einem dunkel pulsierendem Album, welches in der Gesamtheit vollends packt und kaum mit Worten zu erfassen ist. Vielmehr muss man sich treiben lassen, jazzige Eskapaden genau so wie Classic Rock-Gitarren und eine cineastische “Film noir”-Ausprägung ihrer ureigenen Wirkung überlassen. Fündig wird man zwischen Singer/Songwriter, Piano-Pop und folkloristischer Vielfalt. So zumindest die groben Koordinaten einer faszinierenden Achterbahnfahrt der Gefühle.

Anspieltipps:

  • My Cloud Has Lost Its Silver Lining
  • Dig
  • Come And Walk With Me
  • Give Me A Reason

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