Big Boi - Sir Luscious Left Foot: The Son Of Chico Dusty - Cover
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Big Boi Sir Luscious Left Foot: The Son Of Chico Dusty


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Welt hätte lieber ein neues OutKast-Album gehabt.

Antwan André „Big Boi“ Patton (35) bildet zusammen mit André „3000“ Lauren Benjamin (35) seit über 15 Jahren das erfolgreiche und als Kritikerlieblinge geltende HipHop-Duo OutKast. Da OutKast seit den Nuller-Jahren nur sehr unregelmäßig neue Alben auf den Markt bringen, bleibt den beiden Mitgliedern jede Menge Zeit für Kollaborationen und ihre ersten echten Soloprojekte.

Big Boi, dessen neuestes Pseudonym Sir Luscious Left Foot lautet, macht mit dem Album „The Son Of Chico Dusty“ im Juli 2010 den Anfang. Dabei sollte das Werk ursprünglich schon Ende 2008 erscheinen, aber das Label Jive Records war mit dem Ergebnis nicht zufrieden und schickte Big Boi solange zurück ins Studio, bis sich dieser von Jive trennte und bei Def Jam anheuerte. Solche Dauerverschiebungen mit anschließendem Labelwechsel sind in aller Regel kein gutes Zeichen für die Qualität eines Albums. Denn ganz so ganz ahnungslos sind die Verantwortlichen bei den großen Plattenfirmen sicher nicht.

Aber keine Panik! Auch wenn Big Boi mit dem von Scott Storch, Lil' Jon und Organized Noise produzierten Werk nicht an die Glanztagen von OutKast anknüpfen kann, wird in den 15 Tracks niemals ein gewisser Qualitätslevel unterschritten. Der 35-Jährige tobt sich vielmehr während der fast einstündigen Spielzeit ausgiebig in den verschiedensten HipHop-Styles aus und erinnert dabei an die unbändige Spielfreude und Kreativität von OutKast.

Es fallen zwar keine großen Singlehits ab und auch die Kollaborationen sind nicht unbedingt aus dem vorderen Feld der ersten Liga (T.I., Cutty, Jamie Foxx, George Clinton, Gucci Mane, Janelle Monáe), doch mit Big Bois fluffigen Raps („Be still“), den geschmackvoll kreierten Beats („Hustle blood“) und den von OutKast gewohnten rhythmischen Extravaganzen („You ain’t no DJ“) gibt „The Son Of Chico Dusty“ nur wenig Anlass zu Kritik. Aber was soll man machen? Die Welt hätte halt lieber ein neues OutKast-Album gehabt.

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