Devo - Something For Everybody - Cover
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Devo Something For Everybody


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 38 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

30 Jahre nach ihrem Debüt und 20 Jahre nach dem bis dato letzten Studioalbum meldet sich die New-Wave-Band Devo in klassischer Besetzung – Mark und Bob Mothersbaugh, Gerald und Bob Casale) – ergänzt um Star-Drummer Josh Freese (u.a. The Offspring, Guns ’N Roses, Nine Inch Nails) auf Platte zurück. Damit war trotz ständiger Live-Präsenz nicht wirklich zu rechnen. Doch jetzt ist „Something For Everybody“ mit kapp zweijähriger Verzögerung da und wir müssen damit leben. Vielleicht haben die Herren aus Akron, Ohio ja gedacht, dass sie der Jugend von heute endlich zeigen müssen, wovon aktuelle Popstars wie Lady Gaga einst inspiriert wurden.

Zusammen mit dem Produzenten Greg Kurstin (Sia, Marina & The Diamonds, Ke$ha) und Kollaborationspartnern wie Santigold, John Hill (Christina Aguilera, Method Man) und John King von den Dust Brothers hat die Kultband der späten 70er/mittleren 80er Jahre ein Album mit 12 nervös pluckernden, technoiden Electro-Rummelplatz-Wave-Popsongs eingespielt, das den Hörer mit quietsch-bunten Synthesizer-Attacken förmlich überrollt. Ohne erst in der großen Beat-Kiste nach Alternativen zu suchen, wird sich auf einen Grundrhythmus geeignet und dann munter drauflos gebollert.

Dieses musikalische Konzept kann folglich nur für eine Handvoll Songs gut gehen, bevor der aufdringliche Sound der Amerikaner, die in den vergangenen Jahren haufenweise Musik für Filme, Werbejingles und Videospiele geschrieben haben, ganz schrecklich zu nerven beginnt. Hauptsache tanzbar scheint die Devise zu sein. Penetrant und eintönig ist dagegen das Ergebnis, bei dem einen die platten Beats, die Nintendo-Geräusche und der blökende Chorgesang schon nach wenigen Hördurchgängen zum Hals heraus hängt. Fazit: „Something For Everybody“ ist eines dieser Comebackalben, auf das wir alle sehr gut hätten verzichten können. Pfui!

Anspieltipps:

  • Fresh
  • March on
  • Later is now
  • Don’t shoot (I’m a man)

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