a-ha - 25 - Cover
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a-ha 25


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 158 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Schöner hätten die Norweger ihren Fans diesen jetzt wohl wirklich endgültigen Abschied nicht versüßen können.

Vor einem Vierteljahrhundert (!), also im Jahr 1985, debütierte die norwegische Popgruppe a-ha mit ihrem Album „Hunting High And Low“ und der dazugehörigen Single „Take on me“ in der internationalen Popszene und entwickelte sich zu einer der beständigsten und von der Fachpresse respektierten (damals noch) Teenie-Pop-Gruppe. Kenner wissen allerdings: „Take on me“ wurde bereits 1984 veröffentlicht, war aber ein kapitaler Flop und startete erst mit Hilfe eines wegweisenden Videoclips als leicht überarbeitete Neuaufnahme weltweit durch.

Das war der Anfang einer steilen Karriere für Pål Waaktaar-Savoy (Gitarre), Magne Furuholmen (Keyboards) und den als letzten zur Band hinzugestoßenen Morten Harket (Gesang). Seitdem wechselten über 80 Millionen a-ha-Tonträger den Besitzer. a-ha veröffentlichten bis zu ihrer Pause nach dem 1993er Album „Memorial Beach“ (das in den Paisley Park Studios von Prince entstand) fünf Longplayer, etablierten sich auch als starke Live-Band und hatten nach noch nicht einmal zehn Jahren (fast) alles erreicht, was man in einer Karriere als Popstar erreichen kann. So folgte, was in solchen Momenten folgen muss: a-ha waren ausgebrannt und die Bandmitglieder brauchten dringend einen Tapetenwechsel. Sie kümmerten sich fortan um ihre Solokarrieren und ließen a-ha ruhen.

Anfang des neuen Jahrtausends kehrte a-ha mit dem Album „Minor Earth, Major Sky“ und der Single „Summer moved on“ zurück. Aus der Teenie-Pop-Gruppe waren gereifte Musiker geworden, die vom Publikum enthusiastisch zurückerwartet wurden. Die drei Norweger verstanden es noch immer, gnadenlos eingängige Popsongs zu schreiben, die niemals peinlich waren und gleichermaßen vor einem jungen wie auch vor einem älteren Publikum bestehen konnten. Die Musikszene hatte das Trio endlich zurück und es folgten regelmäßige Albumveröffentlichungen und Tourneen.

Zwischen ihren letzten beiden Studioalben „Analogue“ (2005) „Foot Of The Mountain“ (2009) ließen sich a-ha ungewöhnlich viel Zeit und es deutete sich an, dass die Norweger mit „Foot Of The Mountain“ einen erneuten, und nun endgültigen Schlussstrich unter das Kapitel a-ha ziehen wollten. Morton Harkets Anteil an der Musik des 2009er Werks fiel recht überschaubar aus. Dafür durften sich gleich mehrere Produzenten bei der Arbeit an der Platte austoben, die dann auch zu einem der schwächsten a-ha-Alben werden sollte.

Im Dezember 2009 verkündeten a-ha, dass sie noch eine letzte Abschiedstournee spielen wollten, um sich würdig von ihrem Publikum zu verabschieden. Sie produzierten mit „Butterfly, butterfly (The last hurrah)“ einen letzten neuen Song und ließen von ihrer ursprünglichen Plattenfirma Warner Bros. das Abschieds-Best-Of „25“ kompilieren, auf dem neben „Butterfly, butterfly (The last hurrah)“ weitere 38 (!!) Hitsingles zu finden sind. Dazu zählen unvergessliche Stücke wie „The sun always shine on TV“, „Hunting high and low“, „Cry wolf“, „Stay on these roads“, „You are the one“, „Crying in the rain“, „Dark is the night for all“, „Velvet”, „Forever not yours” und „Foot of the mountain”, die entweder als Album- oder Remix-Versionen bzw. als Single und Radio Edits auf „25” zu finden sind.

Schöner hätten die Norweger ihren Fans diesen jetzt wohl wirklich endgültigen Abschied nicht versüßen können. Ein letztes Mal kann man die Drei live erleben und sich mit „25“ alle Hits geballt und kompakt ins Regal stellen. In diesem Sinne: Macht’s gut, Jungs!

Anspieltipps:

  • Touchy
  • Cry wolf
  • Manhattan skyline
  • Crying in the rain
  • Stay on these roads
  • Hunting high and low
  • Foot of the mountain
  • Dark is the night for all

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