Diana Vickers - Songs From The Tainted Cherry Tree - Cover
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Diana Vickers Songs From The Tainted Cherry Tree


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 47 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit der 19-jährigen Engländerin Diana Vickers erleben wir das neueste Casting-Retortenprodukt. Sie belegte zwar „nur“ den vierten Platz in der fünften Staffel der Castingshow The X Factor im Jahr 2008, fiel aber dennoch mit ungewöhnlichen Performances von Songs von u.a. Damien Rice, R.E.M., Blondie und Coldplay positiv auf, so dass Diana Vickers Traum von der Musikkarriere trotz des knapp verfehlten X-Factor-Treppchen nicht ausgeträumt war.

Vickers unterschrieb im März 2009 einen Major-Plattenvertrag bei RCA Records/Sony Music und stand von Oktober 2009 bis Januar 2010 auf der Bühne in der Wiederaufführung der Musical-Komödie „The Rise And Fall Of Little Voice“. Nebenbei verbrachte sie ein Jahr im Plattenstudio, um ihr Debüt „Songs From The Painted Cherry Tree“ aufzunehmen. Dazu wurden dem Teenager mit Cathy Dennis (Katy Perry, Kylie Minogue, Sugababes), Eg White (Florence + The Machine, Duffy, Adele), Guy Sigsworth (Björk, Madonna, Britney Spears), Starsmith (Lady Gaga, Marina & The Diamonds, Mika), Lightspeed Champion (Florence + The Machine, Solange Knowles, The Chemical Brothers), Nerina Pallot, Patrick Wolf und Ellie Goulding eine stattliche Anzahl erfahrener Songwriter und Produzenten an die Seite gestellt.

Als Ergebnis stehen 13 zumeist betont hippe Tracks zu Buche, von denen der beste aus der Feder der hochtalentierten Songwriterin Nerina Pallot stammt, die inzwischen drei Studioalben veröffentlicht hat, aber leider immer noch ein Nischendasein fristet. Mit „Put it back together again“ zeigt Nerina Pallot einmal mehr, dass sie das Zeug zu mehr hat, als hier und da als Auftragssongschreiberin zu arbeiten. Der Rest des Liedmaterials fällt dagegen recht gewöhnlich aus und wirklich herausstechende Nummern sind selten. So gibt es grundsätzlich viel tanzbaren Wegwerfpop („Remake me and you“, „The boy who murdered love“) sowie Balladen von der Stange („Four leaf clover”, „N.U.M.B.”) – und damit nichts, was besonders aufregend wäre.

Positiv zu erwähnen ist dagegen das fragile „Me & you“, die rockige UK-Nummer-Eins-Single „Once“, geschrieben von Cathy Dennis sowie die niedliche Halbballade „You’ll never get to heaven“, was freilich viel zu wenig ist, um nachhaltig zu überzeugen. So lässt sich nicht kaschieren, dass das Debüt von Diana Vickers bei allem Gesangstalent zu sehr ein Produkt als ein echtes künstlerisches Statement darstellt. Aber was jetzt nicht ist, kann ja später noch werden. Schließlich ist Fräulein Vickers erst süße 19.

Anspieltipps:

  • Notice
  • N.U.M.B.
  • Me & you
  • Chasing you
  • Put it back together again

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