Indigo Girls - Staring Down The Brilliant Dream - Cover
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Indigo Girls Staring Down The Brilliant Dream


  • Label: IG Recordings/EMI
  • Laufzeit: 113 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer noch einen Soundtrack für das sommerliche Lagerfeuer oder die zukünftigen gemütlichen Herbstabende sucht, sollte sich das vierte Live-Album des Folkrock-Duos Indigo Girls zu Gemüte führen. Amy Ray und Emily Saliers vermischen Country, Rock und Songwriter-Pop zu ihrer Folk-Musik zusammen und präsentieren sage und schreibe 29 Live-Songs, die sie von 2006 bis 2009 vorwiegend in Amerika eingespielt haben. Ihre Live-Band bestand zu der genannten Zeit aus Matt Chamberlain (Schlagzeug), Clare Kenny (Bass) und Julie Wolf (Akkordeon, Keyboards), welche schon länger mit ihnen musizieren. Dabei stellen Coverversionen von Bob Dylan oder den Rolling Stones nur einen winzigen Teil der Tracks, den Löwenanteil komponierten abwechselnd die beiden Sängerinnen, die auch die Gitarre beherrschen.

Man bekommt einen starken Querschnitt durch ihre durchaus erfolgreiche Karriere geboten, denn die beiden machen schon seit 1987 zusammen Musik. Auch wenn sie den Sprung nach Europa bisher nicht wirklich geschafft haben, sind sie fester Bestandteil der amerikanischen Folkrock-Szene. Ihr letztes Studioalbum „Poseidon and the Bitter Bug“ erschien auf ihrem eigenen Label, IG Recordings, die beiden Musikerinnen wollten einfach wieder völlig unabhängig ihre Musik schaffen und alles selbst in der Hand haben.

Die Bandbreite reicht dabei von gemäßigt rockigen Songs wie „Rock and Roll Heaven's Gate“, „Go“ und beispielsweise „Get out the map“ bis zu den melancholischen sanften Tracks („Cordova“, „Prince of Darkness“) die auf die Macht des emotionalen Gesangs und einer feinen Melodie setzen. Das Publikum schwelgt begeistert in den ruhigen Klängen genau wie in den flotten Stücken und die beiden Sängerinnen überzeugen nicht nur stimmlich, sondern auch mit unbändiger Spielfreude der gesamten Band. Ob zweistimmig oder allein, wen diese Gesangsleistung nicht berührt, dem ist nicht zu helfen.

Vielleicht sind 29 Tracks schon fast zu viel des Guten, doch für die oben genannten Gelegenheiten reicht das völlig aus. Man muss Folk-Pop/Rock natürlich mögen oder einfach die Musik auf sich wirken lassen und zum Fan werden. Man sucht vergeblich einen schwachen Song und die Indigo Girls stecken den Hörer mit ihrer Spielfreude eindeutig an.

Anspieltipps:

  • Closer To Fine
  • Cordova
  • Prince of Darkness
  • Get Out the Map
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