Heart - Red Velvet Car - Cover
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Heart Red Velvet Car


  • Label: Eagle Rock/EDEL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Heart gibt es schon seit den 70iger Jahren und sie begann mit dem für die damalige Zeit typischen melodischen Hard-Rock. Die beiden Schwestern Ann und Nancy Wilson sind bis heute die einzige Konstante, denn das Line-Up wechselte einige Male. Unverwechselbar bleibt bis heute die gewaltige kraftvolle Stimme von Ann Wilson, die spätestens seit dem 80iger Jahre Hit „Alone“ alle Radiohörer kennen. Bis auf eine etwas längere Unterbrechung, die Nancy Wilson ihrem Nachwuchs widmete, musizierten Heart so viele Jahre lang und variierten ihren Stil bis hin zum Akustikpop.

Das neue Album beinhaltet zehn neue Songs, die sich dem Blues, Folk-Pop und der Rockmusik verschrieben haben. „Wtf“ führt direkt zurück zu den Hardrockwurzeln und versetzt einen locker dreißig Jahre zurück. Der Titelsong verblüfft dann wieder mit sehr reduziertem Folk-Pop, der nur von Ann Wilsons Stimme lebt und auch nicht vor Geigen haltmacht. Das scheint Musik für ruhige und nachdenkliche Stunden zu sein, die nach mehreren Durchläufen wächst, aber leider kommt nichts wirklich Außergewöhnliches zum Vorschein außer der erwähnten Stimme Wilsons. Sie ist mittlerweile 60 Jahre alt und das hört man eigentlich kaum, weil sie immer noch sehr kraftvoll oder ganz sanft klingen kann.

Bei „Hey“ singt dann zur Abwechslung Nancy, die lupenreinen Sommer-Akustik-Folk-Pop performt, der durchaus gefällt. „Wheels“ rockt dann wieder, ein antreibendes Schlagzeug und eine wie immer starke Stimme erzeugen aber leider keinen guten Song, wenn die zündende musikalische Idee fehlt. „Death Valley“ überzeugt da schon eher, weil das Tempo hörbar variiert wird und die richtige Mischung aus gemäßigter Rockmusik und Emotion gefunden wurde.

Heart werden wohl nie aufhören, Musik zu machen, doch leider schaffen sie nur knapp über die Durchschnittsbewertung, da Ann Wilson so manchen Song einfach stimmlich rettet, der bei anderen durchfallen würde. Das musikalische Konzept Folkrock anzubieten, passt schon zu ihnen, aber ein paar mehr Ideen im Songwriting würden einfach nicht schaden.

Anspieltipps:

  • WTF
  • Queen City
  • Hey
  • Death Valley

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