The Black Crowes - Croweology - Cover
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The Black Crowes Croweology


  • Label: Silver Arrow Records
  • Laufzeit: 120 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum 20-jährigen Jubiläum ihres platinveredelten Debütalbums „Shake Your Money Maker“ (01/1990) veröffentlichen The Black Crowes um das exzentrische Brüderpaar Chris und Rich Robinson eine Sammlung von 20 Akustikversionen ihrer besten Lieder als Dankeschön an ihre Fans.

Die Songs wurden direkt im Anschluss der 2009er Tournee in Los Angeles im Sunset Sound Studio eingespielt. An den Reglern saß mit dem Briten Paul Stacey ein alter Bekannter der Band, der auch schon auf Alben von Oasis, The Kooks, Nerina Pallot und KT Tunstall zu hören war und Produktionen u.a. von Brian McFadden, Moke und den Noisettes betreute.

Die so genannte „Croweology“ erscheint wie schon die letzten Werke der Schwarzen Krähen auf ihrem eigenen Label Silver Arrow Records und macht dem Hörer noch mal mit Nachdruck deutlich, in welcher Epoche ihres inzwischen 20-jährigen Schaffens die herausragendsten Tracks der Black Crowes entstanden – nämlich in den frühen 90er Jahren auf ihren ersten Alben für das Rick-Rubin-Label Def American. Diese Songs sind auf „Croweology“ die kreativen Stützpfeiler, um das sich das restliche Material rankt und dabei nur mit Mühe bestehen kann. Das, wofür die The Black Crowes in den Köpfen der meisten Hörer nun mal stehen, sind eben unsterbliche Songs der Marke „Hard to handle”, „She talks to angels”, „Jealous again”, „Twice as hard”, „Remedy”, „Hotel illness”, „Thorn in my pride” und „Wiser time“.

Um dies (erneut) festzustellen, hätte es das „Croweology“-Album freilich nicht benötigt. Die Stücke funktionieren zwar auch in abgespeckten Akustikversionen ohne Probleme, doch die raue Energie der Originale, gespielt von einer jungen und hungrigen Band, ist nicht reproduzierbar. So passen die neu eingespielte Versionen sicher besser zum Alter der Musiker, die inzwischen Mitte 40 sind – und sie markieren auch den relaxten Indie-Status der Band, die nur noch das macht, worauf sie Lust hat. Das ist heuer nun mal deutlich leisere, von Country und Folk inspirieret Musik, zu der sich ganz gut ein paar Joints durchziehen lassen. Qualitativ geht das vollkommen in Ordnung, aufregend oder spannend ist dieser Unplugged-Sound allerdings in keiner Weise.

Anspieltipps:

  • Remedy
  • Hotel illness
  • Jealous again
  • Hard to handle
  • Cold boy smile
  • Thorn in my pride

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