Stone Sour - Audio Secrecy - Cover
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Stone Sour Audio Secrecy


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 54 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Stone Sour agierten noch nich so dicht am Mainstream und kommen dabei Nickelback gefährlich nahe.

Vier Jahre nach ihrem starken Zweitwerk „Come What(ever) May“ (07/2006) stehen die Slipknot-Musiker Corey Taylor (36) und James Root (38) mit ihrer Zweitband Stone Sour und Studioalbum Nummer drei, „Audio Secrey“, in den Startlöchern. Dessen ungeachtet müssen die beiden den Tod ihres Freundes und Slipknot-Bassisten Paul Gray (38) verkraften, der am 24. Mai 2010 in einem Hotel verstarb und Slipknot damit in eine unbegrenzte Auszeit katapultierte.

Mit Stone Sour leben Taylor und Root eine andere Facette ihrer Songwriterkunst aus, als man es von Slipknot kennt, selbst wenn in den düster-wilden Chaossound ihrer Hauptband inzwischen auch Stone-Sour-Komponenten Einzug gehalten haben – und umgekehrt. Trotzdem gilt: Hervorstechende Parallelen zwischen beiden Bands sind eher selten. So gibt es auf „Audio Secrecy“ in Songs wie „Nylon 6/6“ oder „The bitter end“ nur minimal verwandte Klänge. Dafür haben Taylor und Root einen Mainstream-Breitwand-Sound für sich entdeckt, der von Produzent Nik Raskulinecz (Deftones, Alice In Chains, Coheed And Cambria) amtlich in Szene gesetzt wurde und ganz nebenbei eine überraschend neue Ausrichtung preisgibt.

Mit balladesken Titeln wie „Threadbare“ und gemäßigten, melodischen Stücken wie „Dying” oder „Pieces“, bei denen Nickelback und Co. stilistisch nicht weit entfernt sind, werden Stone Sour gewiss nicht nur ihre Fans verblüffen. Hier zeigt sich eine Band, die sich von Erwartungshaltungen und Schubladen befreit hat. Dazu gehört, dass Corey Taylor auf Brülleinlagen heuer fast vollständig verzichtet und die Songs als kompakte Hardrocker in modern-alternativen Arrangements daherkommen.

Das gelingt mal mehr („Say you’ll haunt me“) und mal weniger gut („Micales“), ist aber unterm Strich eine mehr als solide Veranstaltung, für all diejenigen, die es akzeptieren, dass Stone Sour so dicht wie nie am Mainstream agieren und dabei den in der Szene so verpönten Testosteron-Rockern von Nickelback gefährlich nahe kommen.

Anspieltipps:

  • Pieces
  • Hesitate
  • The bitter end
  • Let’s be honest
  • Say you’ll haunt me
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