Medina - Welcome To Medina - Cover
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Medina Welcome To Medina


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

So richtig frisch klingt das Gesamtpaket auf „Welcome To Medina“ nicht.

Medina Valbak (27) aus Aarhaus, Dänemark gibt optisch nicht gerade das typische Bild einer Dänin ab. Kein Wunder, der Vater der 27-Jährigen ist ja auch Chilene. Doch ein bisschen Exotik hat speziell in der Popmusik noch nie geschadet, sei es auf natürliche oder künstliche Art á la Lady Gaga.

Auch wenn die Gesangskarriere von Medina eher schleppend in Gang kam, stellt ihre Geschichte ein weiteres Kapitel aus der Serie „Von der Kellnerin zum Popstar“ dar. Entdeckt wurde Medina vom Produzenten-Duo „Providers“ (Rasmus Stabell und Jeppe Federspiel). Das ist allerdings schon wieder fast fünf Jahre her. Erst 2007 erschien mit „Tæt på“ (Hautnah) das Debütalbum der Dänin, aus dem die Nummer-Eins-Single „Kun for mig“ (Nur für mich) ausgekoppelt wurde, die sich über ein halbes Jahr in den dänischen Top 10 hielt und Doppelplatin holte. Das Warten hatte sich also gelohnt.

Medinas zweites Studioalbum sowie die gleichnamige Single „Velkommen til Medina“ (Willkommen bei Medina) erschienen im Juli 2009 und bestätigten den Erfolg. Und zwar so nachhaltig, dass mit „Welcome To Medina“ auch eine internationale Album-Version hermusste. Schließlich ist die Art von Dance-Pop, die Medina auf ihrem Zweitwerk präsentiert, zurzeit unheimlich angesagt. Lady Gaga sei Dank! Also wurden die altbekannten Hits aus Dänemark mit englischen Texten versehen und ergänzend ein paar neue Titel komponiert.

So richtig frisch klingt das Gesamtpaket auf „Welcome To Medina“ dennoch nicht. Es mag vielleicht Einbildung sein, aber Titeln wie „Lonely“ oder „In your arms“ kann man ihre europäische Herkunft durchaus anhören, da die Kombination aus satten Bässen, elektronischen Elementen, großflächigen Synthesizer-Landschaften, pappigen Beats und poppigen Melodien, die sofort ins Ohr gehen sollen, vor allem in Deutschland bereits in den 90er Jahren Verwendung fanden. Lediglich die leicht unterkühlte Attitüde im Gesang der 27-Jährigen passt nicht in diese 90er-Jahre-Revue.

Somit wären wir leider nicht in den gewünschten Fahrwassern von Lady Gaga und Co. gelandet, sondern bei einer modernen Wiederaufbereitung des 90er-Jahre-Trash-Pop, die wohlgemerkt ein paar interessante Momente zu bieten hat, unterm Strich aber nicht vom Hocker reißen kann, weil dazu einfach das internationale Hitpotenzial fehlt.

Anspieltipps:

  • The one
  • Execute me
  • In your arms
  • Welcome to Medina

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