Ray LaMontagne - God Willin´ & The Creek Don´t Rise - Cover
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Ray LaMontagne God Willin´ & The Creek Don´t Rise


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Insgesamt klingen die Stücke auf „God Willin’ & The Creek Don’t Rise“ durch den Band-Einsatz etwas ausladender, aber nicht überfrachtet.

Hoch gelobt, doch hierzulande noch immer ein sträflich vernachlässigter Insidertipp: Der Sänger und Songschreiber Ray LaMontagne (37) aus Maine in den USA, der seinem Schaffensrhythmus treu bleibt und mit „God Willin’ & The Creek Don’t Rise“ den vierten Longplayer in nur sechs Jahren vorlegt, diesmal allerdings offiziell verstärkt durch seine Live-Band The Pariah Dogs. Dafür verzichtete LaMontagne im Vergleich zu früher auf einen Produzenten und nahm die (Home-)Studioarbeit in den Wäldern von Massachusetts in Eigenregie in die Hand.

In gerade einmal zwei Wochen wurden zehn neue Tracks weitgehend live aufgenommen, die LaMontagnes Markenzeichen – sein sehnsuchtsvoller Gesang, verpackt in spröde Folk-Arrangements – auch mit Bandverstärkung nicht kaschieren. Seine Kompositionen wirken nach wie vor fragil und sind meistens auf das Nötigste reduziert („Are we really through“), können aber durchaus auch in rockige Gefilde abdriften, wie im Opener „Repo man“ oder im stampfenden Schlusslied „Devil’s in the jukebox“ zu hören, die beide ganz tief im Blues verwurzelt sind.

Insgesamt klingen die Stücke auf „God Willin’ & The Creek Don’t Rise“ durch den Band-Einsatz etwas ausladender, aber nicht überfrachtet („For the summer“), da Ray LaMontagne seiner Band zwar mehr Raum zu gesteht, aber das Rad nicht neu erfindet. Dies führt glücklicherweise nicht zu einem vollkommen veränderten Höreindruck, denn der vollbärtige Amerikaner bleibt seinen großen Stärken weitgehend treu und pflegt auch auf seinem vierten Studioalbum ein eher introvertiertes Songwriting, das auf große Gefühle setzt („This love is over“) und nicht zwingend den Weg auf die Bühne sucht („Like rock & roll and radio“). Diese vermeintliche Schüchternheit macht LaMontagne interessant und sympathisch, auch wenn das große Publikum dies immer noch nicht bemerkt hat.

Anspieltipps:

  • This love is over
  • For the summer
  • Old before your time
  • Devil’s in the jukebox
  • New York City’s killing me

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