Kim Wilde - Come Out And Play - Cover
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Kim Wilde Come Out And Play


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

80er Jahre Pop-Ikone Kim Wilde machte 2006 den Fehler, den Produzenten Uwe Fahrenkrog-Petersen ihrer Freundin und Sangeskollegin Nena zu verpflichten und der kleisterte nicht nur ihre Stimme mittels Hall und dumpfen Beats zu, sondern klopfte auch noch das letzte bisschen Persönlichkeit aus den Songs. Diesmal durften Wildes Bruder Ricky sein Produzentenglück versuchen und einige fremde Songwriter unterstützten Kim Wilde beim Komponieren. „Back to the roots“ oder „Back to the Eighties“ scheint das Motto sein und mit teilweise modernen Anstrich schwelgt Familie Wilde in New-Wave-Klängen der alten Schule. Die erste Single „Lights Down Low“ geht mit flotten Keyboardtönen in die Offensive und erinnert an alte Zeiten ohne dabei unmodern zu sein.

Zwei Duette werden präsentiert: „Greatest Journey“ mit Glenn Gregory von Heaven 17 sowie „Love Conquers All“ mit Nik Kershaw, welche leider zu den schlechteren Songs gehören: Das erste langweilt mit monotonem Backgroundchor und allzu schmalziger gesanglicher Performance, welches die zweite Kollaboration noch locker übertrifft, weil noch mehr Kitsch aus den Boxen trieft und man stellt fest, dass Kim Wilde wie schon früher bei den schnellen Tracks eine bessere gesangliche Figur macht. Bei „Suicide“ pumpen die Beats und der Refrain gefällt schon mit mehr Ohrwurmfaktor. „This Paranoia“ bevorzugt Gitarre plus Schlagzeug und gibt ordentlich Gas. „Get out“ und „My Wish Is Your Command“ gehen auch diesen musikalischen Weg, nicht nur dem Dance-Pop zu huldigen, sondern sie verbinden stattdessen gekonnt leicht rockige und elektronische Elemente.

Auch wenn einige Songs in den Verdacht geraten, allzu beliebig zu klingen, nimmt im zweiten Teil der CD die Qualität hörbar zu und Kim Wilde beweist mit den erwähnten temporeichen Tracks ihre lange vermissten Qualitäten. Daher darf man Kim Wilde insgesamt eine solide Leistung attestieren, die die dürftige Qualität ihrer CD von vor vier Jahren vergessen lässt.

Anspieltipps:

  • Lights Down Low
  • This paranoia
  • My Wish Is Your Command

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