Alex Max  Band - We´ve All Been There - Cover
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Alex Max Band We´ve All Been There


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer mit dem Familiennamen „Band” gesegnet ist, aber als Solokünstler Musik macht, löst beim Publikum unweigerlich Verwirrung aus. Es kann ja nicht jeder wissen, dass es sich bei Alex Max Band nicht um eine Gruppe, sondern um den Ex-Bandleader der Pop-Rock-Combo The Calling aus Los Angeles handelt, die es auf respektable sechs Millionen verkaufte Tonträger bringt.

The Calling trennten sich nach zwei Alben und dem Welthit „Wherever you will go“ aus dem Jahr 2002 im Sommer 2005 und Alex Max Band (29) begann bald darauf an seinem Solodebüt zu arbeiten. Dass es mit der Veröffentlichung des Werks in den USA bis Juni 2010 dauerte, lag u.a. daran, dass Bands Ehefrau, die Schauspielerin Jennifer Sky (33), schwer erkrankte und der Songschreiber seine Arbeit vorübergehend auf Eis legte. Zu allem Überfluss ging die Ehe mit Jennifer Sky auch noch in die Brüche, sodass die Entstehung von „We’ve All Been There“ ausgerechnet in die schwerste Lebensphase des Sunnyboys fiel. Doch gerade solche Extremsituationen sollen ja auf Künstler förderlich wirken und sie zu Höchstleistungen treiben.

Misst man Alexander Band an seinem Schaffen mit The Calling, hat der 29-Jährige auf seinem Solodebüt tatsächlich einen echten Crowd- bzw. Fan-Pleaser abgeliefert. Denn eines hat der Kalifornier auch nach fast zehn Jahren im Musikgeschäft nicht verlernt: Auf Kommando eingängige Pop-Rock-Melodien zu schreiben, die mit weit ausholenden, sahnig-süßen Arrangements, die sehr gerne auf Streicher und anderes Pathos steigernde Brimborium zurückgreifen, sofort jede Radio Playlist knacken. So geschehen mit der ersten Singleauskopplung „Tonight“ und mit locker einem weiteren halben Dutzend Tracks auf „We’ve All Been There“ ebenso möglich.

Dafür küsst Alex Max Band jedes Majorlabel die Füße! Als neutraler Hörer kann einem in Anbetracht dieser gewaltigen Hitdichte allerdings schwindelig werden. Denn kaum hat sich Songs wie „Tonight“ und „Euphoria“ als potenzielle Ohrwürmer eingeniestet, kommen mit „Forever yours“ und „What is love“ schon die nächsten Kracher. So geht das von der ersten bis zur letzten Minute – und wir haben wieder dasselbe Dilemma wie bei The Calling: Der Hörer wird schlicht überfrachtet! Anstatt etwas Abwechslung zu schaffen, indem er ein paar Tracks mit Hacken und Ösen einbaut, stellt Alexander Band einen glatt geschliffenen Hit-Tsunami zur Schau, der im einzelnen, als Single genossen gewiss ganz gut funktioniert. In dieser geballten Form ist „We’ve All Been There“ aber sicher nichts für Melodien-Diabetiker.

Anspieltipps:

  • Tonight
  • Euphoria
  • Forever yours
  • Will not back down
  • Leave (today is the day)

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