Joe Cocker - Hard Knocks - Cover
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Joe Cocker Hard Knocks


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hard Knocks“ muss nicht großartig erklärt und seziert werden. Wo Joe Cocker drauf steht, ist auch Joe Cocker drin.

Auch mit 66 Jahren kann Joe Cocker nicht von der Musik lassen und hat noch einmal einen neuen Plattenvertrag bei Columbia Records (Sony Music) unterschrieben. Damit ist der Engländer mit der markanten Reibeisenstimme seit gut 50 Jahren im Musikgeschäft und noch immer nicht müde, sich mit seinem bluesgetränkten Pop- und Softrock eine Nische im aktuellen Musikgeschehen zu sichern.

Gegen einen dezenten modernen Anstrich hat aber auch ein Joe Cocker nichts einzuwenden. Deshalb suchte er sich mit dem Songschreiber und Produzenten Matt Serletic (u.a. Aerosmith, Matchbox 20, Alex Max Band, Collective Soul, Santana) sowie weiteren Songwritern wie Marc Broussard, Nick Lachey, Kara Dioguardi und Chantal Kreviazuk eine Schar von erfahrenen Studiohasen, die dem Mainstream-Markt schon den einen oder anderen großen Hit beschert haben und jetzt die Musik des 66-Jährigen für eine Käuferschicht aus jungen Erwachsenen aufpeppen sollen.

Wer Joe Cockers Alben der vergangenen 20 Jahre kennen und mögen gelernt hat, erhält auf „Hard Knocks“ exakt das geboten, was er erwarten durfte: Geschmackvoll und gut abgehangen produzierten Adult-Radio-Pop mit Einflüssen aus Soul, Blues und Gospel, der sich gar nicht erst um Ecken und Kanten bemüht. Und das ist auch gut so! Denn warum sollte Joe Cocker im Herbst seiner Karriere sein angestammtes Publikum mit Experimenten abschrecken, nur um evtl. eine jüngere Hörerschicht zu erschließen? Das wäre nach allem, was der Mann seit den 60er Jahren herausgebracht hat, absurd.

„Hard Knocks“ muss nicht großartig erklärt und seziert werden. Wo Joe Cocker drauf steht, ist auch Joe Cocker drin. Unverfälscht, weil auf die richtigen Songschreiber und musikalischen Partner vertrauend und authentisch, da der Brite seinen Wurzeln nicht abschwören musste, um einen neuen Plattenvertrag zu erhalten. Der Name Joe Cocker ist ein Markenzeichen für erwachsene Popmusik, an der es im Fall von „Hard Knocks“ absolut nichts auszusetzen gibt, es sei denn, man erwartet ernsthaft etwas Neues vom großen alten Mann der Generation Woodstock.

Anspieltipps:

  • I hope
  • The fall
  • Thankful
  • Unforgiven

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