Diverse - Magic: A Tribute To Ronnie James Dio - Cover
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Diverse Magic: A Tribute To Ronnie James Dio


  • Label: Magic Circle/ALIVE
  • Laufzeit: 48 Minuten
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1/10 Unsere Wertung Legende
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Ach, Ronnie! Was mussten wir nicht schon alles für Tribute-Alben über uns ergehen lassen? Johnny Cash musste sich schon öfter damit herumschlagen und Elvis Presley kam auch nicht immer mit einem halbwegs soliden Beitrag zu dessen Vermächtnis weg und bekam Frechheiten vorgesetzt, die es nicht einmal wert waren sich einmal im Grab umzudrehen. Jetzt bist auch du von uns gegangen und darfst sogleich zwei Wochen nachdem das schon länger in Entwicklung befindliche „Dio“ (07/2010) von Jorn seine Veröffentlichung fand deinen Namen auf „Magic: A Tribute to Ronnie James Dio“ finden, das unter der Aufsicht von Joey DeMaio entstand, der zwar mit Manowar Großes für den Metal geleistet hat, aber sich nun völlig daneben benimmt.

Schon die Manowar-Fassung von „Heaven and hell“ ist keine Hommage oder Ehrerbietung, sondern ein schnell eingespieltes und lieblos dargebrachtes Cover, das im Zusammenhang mit deinem Tod keinerlei Mitspracherecht haben sollte. Doch nicht nur der Beitrag des Initiators ist völlig vergessenswert, auch das restliche Lineup ist kaum der Rede wert. Awaken? Crosswind? Harlet? Wieso dürfen dir diese grundsätzlich unbekannten Bands musikalisch Tribut zollen, wenn das Ergebnis deinem Schaffen keine neuen Facetten abgewinnt oder zumindest so klingt als würden diese Gruppen wirklich um dich trauern und sich deswegen mächtig ins Zeug legen bzw. ein paar durchaus ansprechende Neufassungen vorlegen?

Hier dürfte es sich scheinbar nur um ein zusammengeschustertes, bemitleidenswertes Prestige- und Marketingprodukt von DeMaio und seinen Protegés bei seinem eigenen Label Magic Circle halten, sonst würde der Promozettel nicht darauf hinweisen, dass jene Platte bei jedem Manowar-Konzert beim Merchandise-Stand zu erwerben ist und es hätte sich wohl kaum dein damaliger Elf-Mitstreiter David Feinstein von der ganzen Sache ausdrücklich distanziert. Nein, „Magic: A tribute to Ronnie James Dio“ sollte niemand erwerben, der auch nur annähernd deiner Person Tribut zollen will. Hoffentlich sehen wir mit dieser musikalischen wie inhaltlichen Fehlleistung den letzten Vertreter seiner Art, denn magisch ist an dieser Veröffentlichung so gut wie gar nichts.

Anspieltipps:

  • Jack Starr´s Burning Starr – Catch The Rainbow

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