Early Man - Death Potion - Cover
Große Ansicht

Early Man Death Potion


  • Label: The End Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Man kann es nicht oft genug sagen: Warum das Rad neu erfinden, wenn die Version 1.0 bisher wunderbar funktioniert hat? Dieser Gedanke muss auch der Band Early Man gekommen sein, als sie sich 2003 gründeten und ihre ersten Songs aufnahmen. Warum soll man auf den eigenen Geistesblitz warten, wenn die Musik von Metallica und Co. auch heute noch als aktuell und klasse gilt?

Nach fast fünfjahriger Pause erscheint also endlich wieder ein ganzes Album und nicht bloß eine EP. Ein Zeichen dafür, dass der Erfolg, den die großen Vorbilder gefeiert haben, noch nicht ganz erreicht ist. Gründe dafür kann es zwei geben. Der erste wäre die riesige Welle an Retro-Bands, die sich am Metal der alten Schule versucht, in der man unterzugehen droht. Der zweite Grund wären die eigenen Unzulänglichkeiten in Sachen Songwriting.

Das Gerüst stimmt. Rasende Gitarren, wie sie auch schon Iron Maiden durch ganze Tracks hetzten, der Stakkatogesang und genug Wumms hinter der Verpackung. Das muss doch eigentlich klappen. Das Problem wird allerdings auf den ersten Hinhörer erkenntlich. Wenn man gemein sein möchte, sagt man einfach, dass das Album nur ein Lied vorzuweisen hat. Zu ähnlich, zu uninspiriert klingt das Gehämmer. Hier wird man dem Klischee des ewig gleichen Sounds gerecht und verkennt die Gabe der Altmeister von Metallica, dass die Lieder sich wirklich noch voneinander entschieden haben.

Sicher ist die Musik voller Überzeugung und Herzblut, aber die Unzulänglichkeiten in Sachen Arrangements und auch Gesang sind unüberhörbar und stehen einer wirklich guten Bewertung im Weg. Wenn die Gruppe einen Weg findet, ihre Austauschbarkeit zu umschiffen und Lieder abliefert, an die man sich auch über einen CD-Durchlauf oder Live-Auftritt erinnert, dann ist noch Hoffnung, dass Early Man nicht nur irgendeine Retro-Band werden. Es bleibt nur zu hoffen, dass es für den nächsten Schritt nicht wieder fünf Jahre braucht.

Anspieltipps:

  • The Undertaker Is Calling You
  • The Serpent’s Breath You Seethe

Neue Kritiken im Genre „Thrash Metal“
7/10

Seasons Of The Black
  • 2017    
6/10

The Devil Strikes Again
  • 2016    
Diskutiere über „Early Man“
comments powered by Disqus