Liv Kristine - Skintight - Cover
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Liv Kristine Skintight


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Liv Kristine und ihre einzigartige Stimme sind kein unbeschriebenes Blatt in der Musikwelt. Sie war Sängerin der Band Theathre of Tragedy, ist Sängerin der Band Leaves' Eyes, verfolgt ihre Solokarriere und agiert als Gastmusikerin für Größen wie Cradle of Filth, Das Ich oder Doro. Eine Grammy-Nominierung kann die Künstlerin ebenfalls schon verzeichnen und auch ihre Titelmelodien für die Serien „Tatort“ und „Schimanski“ sind nicht zu vergessen. „Skintight“ ist nun die dritte Solo-Veröffentlichung der Sängerin.

Doch wer nun ähnliche Klänge von ihr erwartet, die Fans von Theathre Of Tragedy oder Leaves' Eyes gewohnt sind, soll enttäuscht werden. Keine harten Klänge, keine typischen Sopranlinien. Stattdessen wird der Hörer mit mal fetzigerem, mal sanfterem Pop-Rock überrascht. Der Zauber von Liv Kristines Stimme nimmt dabei allerdings keinen Abbruch. Sie schwebt trotz allem meist engelsgleich über dem meist schlichten Melodiearrangement, das hauptsächlich aus Gitarren und Percussioninstrumenten besteht. Das wird schon mit „Skintight“, dem Titeltrack des Albums deutlich, der zu den eher flotteren Songs des Werkes gehört. Doch ihre Stimme kann auch rockigere bzw. fast schon rotzigere Züge annehmen und mit Dissonanzen spielen („Train To Somewhere“, „Emotional Catastrophies“), was einen erfrischenden Kontrast zu den Balladen des Silberlings („Lifeline“, „Love In Grey“) darstellt.

Vor allem die Schlichtheit des musikalischen Arrangements lässt Liv Kristines Stimme völlig in den Vordergrund treten und so ihre emotionale Wirkungskraft völlig entfalten. Ihre Balladen gehen unter die Haut und schaffen Gänsehaut. Einzig aus dem Rahmen fällt „Boy In The Window“, der eher düstere Klänge verlauten lässt und so das Gesamtbild ein wenig wackeln lässt. Doch spätestens mit dem Abschlusstrack „The Rarest Flower“ hat man ihr verziehen, denn er schafft es noch ein letztes Mal unter die Haut zu gehen und die Sängerin in guter und vor allem längerer Erinnerung zu halten. Insgesamt ein eher sanftes Album der Musikerin, deren Stimme den Zuhörer auf eine Reise mitnimmt, die zum Träumen verleitet.

Anspieltipps:

  • Train To Somewhere
  • Emotional Catastrophies
  • Wonders
  • The Rarest Flower

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