Jennie Abrahamson - While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright - Cover
Große Ansicht

Jennie Abrahamson While The Sun’s Still Up And The Sky Is Bright


  • Label: How Sweet The Sound/CARGO
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Schwedin Jennie Abrahamson setzt mit ihrem zweiten Album „While The Sun´s Still Up And The Sky Is Bright“ ihre Solo-Karriere fort, nachdem sie am Ende des Sommers 2008 aus Schweden floh und in New York neue Kraft sammelte. Allein an den Songtiteln der Platte erkennt man, wieviel Inspiration sie aus Übersee mitgenommen hat, mit einer Gitarre von Peter, Björn & John im Gepäck. Jennie Abrahamson arbeitete dort zwar mit Ane Brun und Frida Hyvönen, gönnte sich aber größtenteils eine musikalische Auszeit.

Wieder in Schweden angekommen, formte sie ihre Ideen aus, hielt sie im Haus ihrer Familie an der Nordküste Schwedens mit Hilfe eines improvisierten Home-Studios fest, um letztendlich mit Co-Produzent Johannes Berglund die Aufnahme und Produktion für „While The Sun´s Still Up...“ abzuschließen. In ihrer Heimat bereits im letzten Jahr sehr positiv wahrgenommen, ist nun die Veröffentlichung in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich an der Reihe, die einen ähnlich positiven Effekt nach sich ziehen könnte.

Mit den eröffnenden Zeilen „You know it´s a losing game and still you always go there“ singt sich Jennie sogleich in die Herzen der Hörerschaft, ihre wundervolle hohe und markante Stimme füllt den Bilderrahmen mit einer Zuversicht, die von angenehm rhythmisch variierenden Percussions sowie den farbenfrohen Piano-Tupfern elegant umspielt wird. Ähnlich strahlend und mit viel Pop ausgestattet, die süchtig machende Melodie inbegriffen, setzt „Late Night Show“ zum Tanz an, während auch hier das Piano dem Ganzen einen vereinnahmenden Charakter verabreicht, von den Varieté-artigen Streichern und augenzwinkernden Stimmlauten ganz zu schweigen. Immerhin geht es im vorgenannten Song auch um den Abgesang auf einen (fiktiven?!) Großstadt-Playboy.

Viel bedächtiger, ja sakral bietet „Sister Theresa“ mit dem historischen, chinesischen Saiteninstrument Wölbbrettzither (Guzheng genannt) eine fantastische Klangkomponente, die dieses zerbrechliche Kleinod schmückt. „Look Down Our Road“ erinnert mit seinen Streichern und dem lebhaften Groove an südamerikanische Feste, was in der Schnittmenge mit dem sehnsüchtigen, typisch skandinavischem Unterton und charmantem Akzent Jennie Abrahamsons so speziell ineinander greift, wie das gesamte Album verzückt, nie mit außerordentlichen Ideen geizt, um dennoch in der Region Folk, Singer/Songwriter, Indie-Pop zu bleiben, beileibe ohne einen Hauch von Langatmigkeit und Stagnation.

Anspieltipps:

  • Late Night Show
  • Sister Theresa
  • What Is True
  • I´ve Known From The Start

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
6.5/10

Querfeldein
  • 2017    
Diskutiere über „Jennie Abrahamson“
comments powered by Disqus