PVT - Church With No Magic - Cover
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PVT Church With No Magic


  • Label: Warp/Rough Trade
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Dinge ändern sich. Namen und Geschmäcker können temporär sein, schließlich sind sie keine festen Dinge. Sie sind formbare und bloße Wahrnehmungen. So ist es auch mit der Band Pivot, die als Electro-Rock-Instrumental-Band vor knapp zwei Jahren ihr Debüt erschienen ließen. Nun sind sie nur noch PVT, ihr neues Album bringt Gesang und Esoterik mit sich und eine gute Ecke Experimental-Pop. Australien will sich also wieder auf dem Vormarsch wissen. Ob der Mix aus Elektronik, Pop, Wave, Experimantal und Rock ausreicht, um Aufsehen zu erregen, muss sich erst noch zeigen.

Depeche Mode wäre stolz auf einige der düsteren Klangcollagen, die PVT da gleich in ihren ersten Songs fabrizieren. Das Intro "Community" ist zwar noch nichtssagend und blass, wird dafür dann aber von einem wahren Electro-Reigen abgelöst. Teilweise kann man sich gut vorstellen, dass auch ein Damon Albarn von dieser Musik angetan wäre. Geradezu Gorillaz-esk wirkt der Titeltrack und herrlich abgedreht der mit versetzten Choralen arbeitende Track „Window“. So darf Progressiv-Pop klingen. Was die Neunziger noch nicht erreicht haben, wird hier dank neuer Technik auf ein neues Level gehoben.

Tonnenschwere Synthesizer, vereinzelte Gesangslinien, die sich wie Beschwörungsformeln durch die Stücke ziehen und viel treibender Bass wirken zusammen als Klanglandschaft, die zwischen Chill-Out-Lounge Dark-Pop ihr zu Hause wissen. Der große Wurf bleibt bei dieser recht homogenen Soundmanifestation zwar aus, doch die unglaublich entspannende und trotzdem spannende Wirkung der Musik ist nicht zu verneinen. Wer auf sphärische Electro-Musik steht, wird hier solide, wenn nicht sogar manchmal ausgezeichnet unterhalten. Kein bunter, aber ein gekonnter Mix aus allem, was man von Electro-Pop erwarten sollte.

Anspieltipps:

  • Chruch With No Magic
  • Window
  • Circle Of Friends

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