Volbeat - Beyond Hell / Above Heaven - Cover
Große Ansicht

Volbeat Beyond Hell / Above Heaven


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 52 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Anhänger sollten mit „Beyond Hell/Above Heaven” auf jeden Fall zufrieden sein.

Eine kleine Marktlücke im Metal erkannt und erfolgreich ausgenutzt: Volbeat fahren mit ihrem explosiven Gemisch aus Rockabilly, Punkrock und Heavy Metal eine angenehm andere Route, die fast vollkommen ohne stumpfes Gebrüll auskommt, dafür aber mit vielfältigen Ideen, sich einbrennenden Melodien und Michael Schøn Poulsens Elvis-Gedächtnisstimme überzeugt. Das Erfolgsrezept der Kopenhagener Band wird auch auf dem vierten Album, welches bandtypisch zwei Namen, nämlich „Beyond Hell/Above Heaven”, trägt, weiter geführt.

Schon „The Mirror And The Ripper” überzeugt mit stampfender Double-Bass, kraftvollem Riffing und einem sich überschlagenden Poulsen. So eröffnet man gebührend ein Rockalbum! Mit „Heaven Nor Hell” legt die Band ein klares Statement in Richtung Pop ab und packt gleichzeitig die Mundharmonika aus. Mit seinem heavy Riffing gibt „Who They Are” hingegen den klar erkennbaren Einfluss Metallicas preis, auf der anderen Seite ist „Magic Zone” eine kleine Verbeugung vor Social Distortion. Natürlich werden all diese Zutaten gekonnt in den Volbeat-Sound eingefügt, sodass alles authentisch nebeneinander stehen kann.

„7 Shots” zeigt mit seinem Banjo und der Slide-Gitarre zu Beginn ebenso leichte Country-Einflüsse auf wie das Schlagzeug in „16 Dollars”, wodurch Volbeat ihre Bandbreite an Klängen nochmals erweitern. Die Unterstützung von Napalm Deaths Sänger Mark Greenway bei „Evelyn” entpuppt sich jedoch als unfreiwillig peinlicher Ausrutscher, will doch der ansich feine Refrain überhaupt nicht mit dem dumpfen und stumpfen Gebrüll Greenways harmonieren. „Fallen” hingegen bringt die Stärken Volbeats mit einprägsamer Melodie, ausführlichem Gitarren-Solo sowie ruhigen Passagen in Sachen Rock'n'Roll auf den Punkt, und wurde wohl auch deshalb als erste Single ausgekoppelt.

Mal abgesehen von ein oder zwei eher durchschnittlichen Songs („Evelyn”, „7 Shots”) legen Volbeat ein starkes viertes Album vor und bedanken sich zuletzt etwas kitschig mit dem Song „Thanks” bei ihren Fans: „We thank you people for being around / supporting Volbeat with love and hell fire”. Das hätte nicht unbedingt sein müssen, ist doch aber auch nett. Zufrieden sollten ihre Anhänger mit „Beyond Hell/Above Heaven” auf jeden Fall sein.

Anspieltipps:

  • The Mirror And The Ripper
  • Heaven Nor Hell
  • Fallen
  • 16 Dollars
  • Magic Zone

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
6.5/10

Snakes & Ladders
  • 2017    
Diskutiere über „Volbeat“
comments powered by Disqus