Kid Cudi - Man On The Moon 2: The Legend Of Mr. Rager - Cover
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Kid Cudi Man On The Moon 2: The Legend Of Mr. Rager


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 62 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Album, auf dem Kid Cudi sein Leben der vergangenen Monate aufarbeitet.

Nach einigen Mixtapes debütierte der Rapper Kid Cudi (26) vor gut einem Jahr auf dem neu gegründeten Label von Kanye West mit seinem ersten Majoralbum „Man On The Moon“. Dieses war der Auftakt zu einer konzeptionellen Trilogie, auf der sich der aus Cleveland, Ohio stammende Newcomer zwischen HipHop, Dance-Pop, Electro und TripHop austobte und dafür einen Top-5-Platz in den US Billboard Charts ergattern und einiges an Kritikerlob einstecken konnte.

Nun geht es weiter mit „Man On The Moon 2: The Legend Of Mr. Rager“. Ein Album, auf dem Kid Cudi sein Leben der vergangenen Monate aufarbeitet und zu einer äußerst düsteren Beichte ausholt, die weder inhaltlich (Bling-Bling, Autos, Frauen und Geld sind in der HipHop-üblichen Art kein Thema) noch musikalisch (Rock-Gitarren und Streicher!) besonders viel mit den üblichen HipHop-Lifestyle-Berichten zu tun hat. So wird aus der Fantasiewelt von „Man On The Moon 1“ auf „Man On The Moon 2“ eine Reality Show über Alkohol, Drogen, Depressionen, Einsamkeit und Suizidgedanken.

In diesem düsteren Kontext bewegen sich die Songs überwiegend in einem schleppenden Tempo, garniert mit verspielten Piano-Hintergrundthemen („Marijuana“), angenehm dezenter Perkussion und puristischen Beats („Don’t play this song“) sowie sphärischen Synthieflächen („We aite wake your mind up“), über die Kid Cudi eine markante Mischung aus Gesang und Rap platziert. Das ist im Vergleich mit anderen Rappern noch immer ungewöhnlich, aber nicht mehr so durchgeknallt wie auf dem Vorgänger. Trotzdem werden mehrere Hördurchläufe empfohlen, um dieses Konzeptalbum für sich zu erschließen. Besonders dann, wenn man nur die Single „Erase me“ kennt, die das Album in keiner Weise widerspiegelt und potenzielle Käufer auf eine völlig falsche Fährte lockt.

Eingeteilt in fünf Kapitel – „The World I Am Ruling“, „A Stronger Trip“, „Party On“, „The Transformation“ und „You Live, Your Learn“ – und gespickt mit Gaststars wie Mary J. Blige, Cee-Lo Green und Kanye West hat Kid Cudi ein spannendes Album über die Abgründe des Lebens entwickelt, bei dem am Ende nicht alles den Bach herunter gegangen zu sein scheint. Denn dazu ändert sich die Stimmungslage im fünften Kapitel zu sehr ins Positive, womit dem dritten und letzten Teil der „Man On The Moon“-Reihe genügend Raum für einen spannenden Schluss gelassen wird.

Anspieltipps:

  • All along
  • Mr. Rager
  • Marijuana
  • Erase me

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