Tristania - Rubicon - Cover
Große Ansicht

Tristania Rubicon


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei Jahre liegt die letzte Veröffentlichung der seit 1998 bestehenden Band Tristania zurück. Jahre, in denen sich viel getan hat, denn die Band zeigt sich in neuer Besetzung, die sich über die vergangenen drei Jahre entwickelt hat. Mariangela Demurtas (Gesang), Kjetil Nordhus (Gesang), Anders Høyvik Hidle (Gitarre, Gesang), Gyri Smørdal Losnegaard (Gitarre), Einar Moen (Synthesizer), Tarald Lie (Drums) und Ole Vistnes (Bass, Gesang) bilden das neue Gesamtbild. Trotz vieler neuer Stimmen hat es sich die Band zum Ziel gemacht die Harmonie im Gesang, die Tristiania jeher zu ihrem besonderen Markenzeichen gemacht hat, präsent zu halten. Für das Album, das in diversen Studios in Norwegen aufgenommen wurde, holte man zusätzlich Waldemar Sorychta als Co-Produzenten an Board, der gemeinsam mit Dennis Koehne auch für den endgültigen Mix verantwortlich ist.

Nach einem kurzen Instrumentalintro beginnt der Silberling mit „Year Of The Rat“ und Mariangelas zunächst dissonant klingender Stimme. Dadurch ausgelöste Skepsis löst sich allerdings schon mit den ersten mehrstimmigen Parts in Luft auf und man lässt sich von starken Stimmen durchs Album tragen. „Patriot Games“ bringt so richtig Stimmung in die Scheibe. Schnelle Beats, eine energiegeladene Nummer, die Lust auf mehr und gespannt auf eine Liveperformance macht. Auch bei „Sirens“ wird das Zusammenspiel der Stimmen wieder schön deutlich. Die Instrumente scheinen vor allem in den mehrstimmigen Parts teils in den Hintergrund zu rücken, teils einen Kontrast zu bilden. Die Stimmen harmonieren ausgeglichen - man nimmt sie als beeindruckendes Gesamtwerk hin und doch sind sie so einzigartig, dass man jede einzelne zur Kenntnis nehmen kann und sich so der Vielschichtigkeit bewusst werden kann. „Vulture“ ist eine der härteren, eher männerdominierten Nummern des Silberlings. Harte Gesangsparts und Shouts bringen Energie und verleiten zum Headbangen.

Bei „Amnesia“ darf man Gastmusiker Pete Johanson und seine Violine ausgiebig bewundern. Der Streicher gibt dem Song eine ganz besondere Note und erweitert damit die Vielfalt der Songs dieses Longplayers bedeutend. Das Album verabschiedet sich eindrucksstark mit „Illumination“. Selbst bei mehrfachem Hören sticht der Song immer wieder hervor und verabschiedet den Hörer noch einmal genau mit dem was Tristania ausmachen wollen: starker mehrstimmiger Gesang, der schließlich in einer weichen Gesangslinie endet. Großartig!

Gerade der Wechsel des Gesangs ist immer schwierig in einer Band, da ihre Eigenheit das Klangbild völlig verändern kann. Im Falle Tristanias kann man allerdings nichts Negatives vermerken. Ein wirklich gelungenes Album!

Anspieltipps:

  • Patriot Games
  • Sirens
  • Amnesia
  • Illumination

Neue Kritiken im Genre „Gothic Metal“
3/10

From Spirits And Ghosts (Score For A Dark Christmas)
  • 2017    
5/10

The Shadow Self
  • 2016    
4.5/10

The Brightest Void
  • 2016    
Diskutiere über „Tristania“
comments powered by Disqus