This Is The Arrival - This Is The Arrival - Cover
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This Is The Arrival This Is The Arrival


  • Label: Dienje Music/Rough Trade
  • Laufzeit: 37 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

This Is The Arrival sind bzw. wären unheimlich gerne „The next best thing“ aus München. Vollgepackt mit unzähligen Feelgood-Melodien und einem bunten Blumenstrauß an Hooklines galoppieren Mario Clement (Gesang, Gitarre), Timo Kuroschinski (Gitarre), Martin Brugger (Bass) und Piet Gerhardinger (Schlagzeug) unbekümmert als pop-rockiges 80er Jahre-Paket in den nächstbesten Gehörgang. Dort muss sich die selbstbetitelte Debütplatte allerdings erst gegen all die Killers, Franz Ferdinands, Coldplays und Jimmy Eat Worlds durchsetzen, die einen unüberhörbaren Einfluss auf das gebotene Klangkonstrukt hinterlassen haben.

Mit sonnendurchfluteten Schunkelrhythmen im rot gesprenkelten Hawaiihemd wird man begrüßt („Your heart is on fire cause you fire it up“), ein dezent elektronischer Unterbau trägt zu einem soliden Fundament bei („New York´s got a piece of my chest“) und die redundanten Refrains regen zum Klatschen, Hüpfen und Tanzen ein („Mexico“). Anschließend setzen balladeske Töne warme Farbtupfer ins feuchtfröhliche Mosaik („Wish we were lovers“), Schirmchencocktails werden nach der Step-Aerobic im Urlaubsressort gereicht („Drive drive drive“), während die Animateure den allabendlichen Karaokeabend veranstalten („We sing this song“) bis sich alle um das Lagerfeuer versammeln und herzzerreißende Geschichten erzählen („Stella“). Die zwischenzeitlichen Durchschnittsaktivitäten („Metropolis“, „Sirens“, „These small things you do“) sind hingegen austauschbar wie das üppige Buffet zur Mittagszeit und tragen lediglich zu einer oberflächlichen Zufriedenheit bei.

This Is The Arrivals All Inclusive-Vollbedienung richtet sich folglich an alle Hörer, die Entertainment über Tiefgang und Einzigartigkeit stellen. Die mit 37 Minuten recht kurz gehaltene Rundfahrt durch die sommerlich komponierten Songs der Münchener unterhält auf ihrer untersten Ebene bestens und verspricht eine gute Zeit. Sobald jedoch tiefer gegraben wird, entpuppt sich die angenehme Feelgood-Platte recht schnell als ein einziger Lückenfüller um auf möglichst wenig anstrengende Art und Weise Zeit tot zu schlagen. Um dies zu erreichen könnte man aber auch einfach das Radio aufdrehen. Diese Entscheidung muss allerdings jeder selber treffen!

Anspieltipps:

  • Drive Drive Drive
  • Wish We Were Lover

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