Gavin Harrison & 05Ric - Circles - Cover
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Gavin Harrison & 05Ric Circles


  • Label: Kscope/EDEL
  • Laufzeit: 43 Minuten
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2.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Trommler von Porcupine Tree muss seine Rhythmischen Verschiebungen und sonstigen virtuosen Techniken los werden und begibt sich zum zweiten Mal nach „Drop“ mit 05Ric auf Solopfade. Doch wer verbirgt sich hinter dem ominösen 05Ric? Es ist ein aus Barbados stammender Musiker, ein Allrounder, der Gitarre, Bass und Schlagzeug beherrscht. Diesem Album verleiht er seine Stimme und spielt auf einem wahrlich monströsen Bass, einem Extended Range Bass, welchem er so manches Solo entlockt bei dem man eher eine Gitarre zu hören glaubt. „Circles“ ist eigentlich bereits 2009 erschienen, wird aber erst jetzt dank Kscope allgemein verfügbar und als kleine Dreingabe gibt es noch das Album im 5.1-Mix auf DVD.

Musikalisch gibt Gavin Harrison mit seinem markanten Schlagzeugspiel das Gerüst vor und 05Ric improvisiert mehr oder weniger dazu. Beide setzen auf wenige und vor allem begleitende Instrumente, einfach um den komplexen Takten mehr Raum zu lassen und kein zu großes Chaos entstehen zu lassen. Jetzt das große Aber. Über die 43 Minuten des Albums ändert sich dieser Improvisationscharakter zu keiner Zeit, die Musik ist daher ziemlich monoton und anstrengend. Songwriting: Fehlanzeige. Die Musik könnte viel besser funktionieren und zwar ohne den zum Rest sehr asynchronen Gesang. Dann ergäbe sich die Chance mehr auf die präzisen rhythmischen Muster von Gavin zu achten. Natürlich müssten die beiden Protagonisten eine Schippe mehr an Ideen dazu streuen, weil „Circles“ in diesem Zustand weder in die Kategorie interessantes Songwriting noch in die Kategorie abgefahrenes Gefrickel passt.

Es ist schwierig Songs als Ganzes hervorzuheben, nur Teilstücke von einigen sind interessant. Der Titeltrack „Circles“ hat dank Piano von Gary Sanctuary einen Jazzcharakter und bietet ein wenig Abwechslung im Vergleich zum Rest. „Beyond The 'A'“ kann wiederum als einziger Song eine Art von ohranhaftendem Motiv aufweisen, in „Source“ ist der Gesang wenigstens ertragbar und das Ende von „Crisis“ offenbart ein kleines Schlagzeuginferno, wie es ruhig hätte öfter auftauchen dürfen. Jeder weitere Hördurchgang dieser Platte bringt leider kein Stückchen mehr an Freude, das ist einfach zu wenig. Schade, dass die Schlagzeugkunststückchen des als Metronom bekannten Mannes so wirkungslos verpuffen, weil der Rest nicht stimmt. So viel mehr wäre hier drin gewesen, denn ein gewisses Potenzial ist ja vorhanden, nur schlummert dieses vor sich hin - leider in der Tiefschlafphase. Wer soll es wecken?

Anspieltipps:

  • Beyond The 'A'
  • Circles

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