Ski´s Country Trash - Trash Valley - Cover
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Ski´s Country Trash Trash Valley


  • Label: Rodeostar/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Musik von Ski’s Country Trash gehört eindeutig auf die Bühne!

Die Band mit dem etwas merkwürdigen Namen Ski’s Country Trash ist das Projekt eines seit gut und gerne 20 Jahren in Deutschland lebenden US-Amerikaners mit dem Künstlernamen Ski King. Als Solo-Act singt er Songs von Elvis Presley, Johnny Cash und Frank Sinatra (also die typischen Karaoke-Verdächtigen) nach, was auf bisher drei Alben verewigt wurde. Damit und mit seinen mitreißenden Live-Auftritten errang Ski King in der Szene einiges an Reputation, die ihn inzwischen zu einem überregional bekannten Musiker gemacht hat.

Später fanden auch Stücke von Motörhead und den Ramones in sein Repertoire. Aus dieser Mischung entstand zusammen mit den Mitstreitern Peter (Gitarre), Daniel (Gitarre), Evil Puck (Bass) und Patrick Westervelt (Drums) Ski’s Country Trash, die mit „Trash Valley“ nun ihr Debütalbum veröffentlichen und darauf eine Kombination aus Hardrock, Rockabilly und eben Country spielen. Das ist zwar spätestens seit The Bosshoss nichts gravierend Neues mehr, aber wenn’s Spaß macht – warum nicht?! Das haben sich wohl auch Bernie von Smokestack Lightning und Sarah Blackwood (The Creepshow) gedacht, die Ski’s Country Trash auf ihrer CD als Gastsänger unterstützen.

Die Musik von Ski’s Country Trash gehört eindeutig auf die Bühne! Befeuert durch ein paar Gläschen Whiskey im Schädel dürften Songs wie „Wonderland“, „Candy“ oder „White trash“ nämlich echte Partystarter sein, die jeden Konzertsaal in eine schweißtriefende Hüpfburg verwandeln. Auf CD klingen die Songs hingegen etwas steril, was an der unerwartet satten Produktion liegen dürfte, die jeden Ansatz von räudigem Rock’n’Roll glatt bügelt und mächtig dicke Eier in der Hose hat. Sei’s drum. Dafür ballert das Album nun mal ganz schön und macht fehlenden Dreck unter den Fingernägeln mit einem satten Wumms auf der Bassbox wett.

Inhaltlich wird Gott für das leckere Teufelswasser „Jack Daniel’s“ gedankt und die „Generation download“ bekommt einen auf den Deckel. Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass geteiltes Leid halbes Leid ist („Join me“) und die unschönen Folgen von Beischlafdiebstahl angeprangert („Don’t shoot me down“). Das ist fürwahr kerniger Männerkram, wie die rostigen Autos in der Wüste auf dem Cover, auf den sicher auch ein paar Mädels stehen werden. Sie müssen sich nur trauen, „Trash Valley“ in die Hand zu nehmen, auch wenn das Cover wie das einer 80er Jahre Hardrock-Combo aussieht.

Anspieltipps:

  • Candy
  • Spaceman
  • No other one
  • Jack Daniel’s
  • Country trash

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