The Black Pacific - The Black Pacific - Cover
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The Black Pacific The Black Pacific


  • Label: SideOneDummy/CARGO
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Im August 2009 verließ der ehemalige Pennywise-Sänger Jim Lindberg die Band, welche er 20 Jahre mit seinem Songwriting und markantem Gesang maßgeblich prägte und zu einer der Größen im melodischen Punkrock machte. Neun Studioalben brachte diese Formation hervor, spielte zahllose, ausverkaufte Tourneen und dürfte jedem ein Begriff sein, der einen Hang zur Stromgitarre hat. Was auch immer diesen Ausstieg bewegt hat, schwindende Leidenschaft für das Musikmachen kann nicht der Grund gewesen sein. Schon kurz nach der Trennung von Pennywise traf sich Lindberg (Gesang, Gitarre) mit Schlagzeuger Alan Vega sowie Bassist Davey Latter, die nun The Black Pacific bilden. Das selbstbetitelte Debüt wurde von Shaun Lopez (Deftones, Far) produziert und weist neben harmonischen Punksongs auch einer erhöhte Hardcore-Komponente auf, welche besonders durch einschneidende Gitarrensounds und das dringliche Rhythmus-Gerüst deutlich wird.

Die jaulende Gitarre und wirbelnde Schlagzeug-Wucht macht das zweieinhalb-minütige „The System“ zusammen mit hymnischem Mittelpart, eiligem Solo und einer bestechenden Mischung aus klaren Vocals und Shouts zu einem präsenten Opener, welcher von „When It´s Over“ in ähnlicher Marschrichtung gefolgt wird. Mit solchen Brettern konnte man nun wirklich nicht rechnen, wenn doch ein beachtlicher Teil der Punkrock-Sänger dieser Tage eher in Singer/Songwriter-Gefilden das Glück sucht und selbst Pennywise nur selten so direkt vorgingen, wie es der Auftakt von „The Black Pacific“ vormacht. Gefangene werden auch beim melodisch zupackenden „Living With Ghosts“ nicht genommen, was bei der Spielzeit von knapp über 30 Minuten sowieso nicht vorgesehen sein sollte.

Immer wieder schaffen es The Black Pacific, den Härtegrad nicht zuletzt durch die tolle, unverfälschte Produktion hoch zu halten und im Einklang mit kernigen Ruhepausen die Hitdichte zu forcieren. Melodische Mitsing-Parts sind da prädestiniert für robuste Ohrwürmer, die zu jeder Zeit den Punkrock (in gedachten Großbuchstaben) dem allzu lieblichen Poppunk vorziehen. Umso mehr Gang-Shouts, hymnische Gitarrenläufe und dominantes Treiben am Schlagzeug den Hörer umzingeln, desto weniger deutlich werden zwar die herausstechenden Elemente, doch das ändert nichts an der feurigen Ausstrahlung dieses Debüts, welches einer Punktlandung gleicht.

Anspieltipps:

  • The System
  • Living With Ghosts
  • Defamer
  • Put Down Your Weapons

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