Insidious Disease - Shadowcast - Cover
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Insidious Disease Shadowcast


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf den ersten Blick könnte man meinen, das Cover zu „Shadowcast“ würde für eine dieser Bands werben, die außer gewalttätigen und brutalen Artworks nichts auf die Reihe bringen und extremen Metal von vorgestern anbieten. Falsch gedacht! Insidious Disease sind nämlich allesamt ausgewiesene Schlachtbankexperten, die wissen wie der Hase läuft und wie er am besten zerstückelt wird. Die bunte Allstar-Truppe, bestehend aus Marc Grewe (Gesang, Ex-Morgoth), Jardar (Gitarre, Old Man´s Child), Silenoz (Dimmu Borgir), Shane Embury (Bass, Napalm Death, Brujeria) und Tony Laureano (Schlagzeug, Ex-Angelcorpse, Ex-Nile) braucht daher selbstredend eigentlich niemandem etwas beweisen und legt trotzdem eine aggressive Breitseite vor, die von nichts und niemanden aufzuhalten ist und wohl auch nicht für Tiere bremst.

Schon die Titel der Tracks („Nuclear salvation“, „Abortion stew“, „Rituals of bloodshed“) geben einen Vorgeschmack auf das abscheuliche Todesbleimassaker, das einem 37 Minuten lang um die Ohren gefetzt wird und erfüllen auch musikalisch die Erwartungshaltung, die unweigerlich bei einem Lineup dieser Größenordnung aufkommt. Ohne groß aufzuwärmen scheuchen Insidious Disease den Hörer dann in „Nuclear salvation“ gleich mal gezielt durch den Blätterwald, rauschen tempogedrosselt auf der Groovesau an ihm vorbei („Boundless“), schmeißen anschließend wieder ein paar Holzscheite ins Feuer um „Conceived through hate“ auf Mach 3 zu beschleunigen und mit „Abortion stew“ zu zeigen, was es bedeutet einen abwechslungsreichen Todesprügel auf die Menschheit loszulassen, der weder vor zähen Doom-Passagen noch ultraschnellem Gebolze Angst hat.

Ungezügeltes Material direkt in die Fresse präsentieren Insidious Disease abermals mit „The desire“, allerdings schnalzt der Groove in „Rituals of bloodshed“ wesentlich schleudertraumafördernder ins Rückenmark, sodass auch das nachfolgende „Facemask“ trotz Hochgeschwindigkeitsgebärden einen schweren Stand hat und erst der Death´n´Roller „Value in flesh“ nennenswerte Blessuren hinterlässt, die das abschließende, 2 ½ minütige Instrumental „Abandonment“ mit Midtempo-Ausrichtung wieder zu kitten versucht. „Shadowcast“ hat definitiv einige Titel nahe an der Perfektion parat und jagt mit einer beispiellosen Eingängigkeit inmitten seines brutalen Kosmos durch den Äther, dass es eine wahre Freude ist Grewe & Co. dabei zuzuhören, kopiert die angewandten Zutaten aber ein wenig zu oft um das Album zu einem herausstechenden Knaller zu machen. Freunde konsequent-kompromisslosen Death Metals sollten Insidious Disease aber genau deswegen im Auge behalten!

Anspieltipps:

  • Abortion Stew
  • Rituals Of Bloodshed
  • Conceived Through Hate

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