Selena Gomez - A Year Without Rain - Cover
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Selena Gomez A Year Without Rain


  • Label: Hollywood Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Unterstellt, dass Selena Gomez auf der Suche nach einem persönlichen musikalischen Profil ist, stellt „A Year Without Rain“ einen doppelten Rückschritt dar.

Auf dem deutschen Markt erschien Selena Gomez’ Debütalbum „Kiss & Tell” vor gerade einmal fünf Monaten. In den USA wurde das Erstlingswerk der erst 18-jährigen Sängerin und Schauspielerin dagegen bereits im September 2009 veröffentlicht, sodass es inzwischen Zeit für einen Nachfolger ist. In der Popmusik muss es eben schnell gehen! Das hat den Vorteil, dass nun fast zeitgleich in den USA und Deutschland das zweite Album „A Year Without Rain“ auf den Markt gebracht werden kann.

Ließ das Debütalbum stilistisch durchaus Ausflüge in die Rockmusik zu, zielen die Songs auf „A Year Without Rain“ ohne Umschweife in Richtung Dancefloor, womit Selenas Tour- und Studio-Band The Scene – Ethan Roberts (Gitarre), Joey Clement (Bass), Greg Garman (Schlagzeug) und Dane Forrest (Keyboard) – mehr oder weniger arbeitslos geworden ist. Fakt ist jedenfalls, dass für den sehr künstlichen Sound, der von Produzenten und Songschreiber wie Tim James & Antonia Armato, Kevin Rudolf, Toby Gad, Jonas Jeberg und Matt Squire stammt, nicht zwingend leibhaftige Musiker benötigt werden.

Nicht nur weil Katy Perry in „Rock god“ kaum auszumachende Background Vocals übernommen hat, klingt „A Year Without Rain“ von Selena Gomez ähnlich belanglos wie das Zweitwerk der 25-jährigen Kalifornierin, auf dem ein kompositorisches Ultra-Leichtgewicht das andere jagt und beim Hörer jegliche gute Laune vertreibt, die das Album eigentlich verbreiten möchte. So werden hier wie bei Frau Perry bis auf maximal drei Songs ausschließlich Luftbläschen vom Teen-Pop-Reißbrett dargeboten, wobei wir „Naturally“ bereits vom vorherigen Album kennen und es keinen Unterschied macht, ob eine Power-Ballade wie „Live like there’s no tomorrow“ nun von Miley Cyrus oder eben Selena Gomez gesungen wird. Unterscheidungsmerkmale werden bewusst unterdrückt.

Unterstellt, dass Selena Gomez auf der Suche nach einem persönlichen musikalischen Profil ist, stellt „A Year Without Rain“ einen doppelten Rückschritt dar. Sie versucht sich an Dance-Pop, der weder eingängig ist noch Lust auf die Tanzfläche macht und stellt sich damit mehr denn je als Produkt dar, für das ganz schnell ein Bündel Songs zusammengekleistert wurde, damit das heiße Eisen weiter geschmiedet werden kann. Mit Kunst und Leidenschaft hat das folglich rein gar nichts zu tun. Ein klarer Fall für die Schrottpresse.

Anspieltipps:

  • Naturally
  • Sick of you
  • Summer’s not hot
  • Live like there’s no tomorrow

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