Kelly Rowland - Here I Am - Cover
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Kelly Rowland Here I Am


  • Label: Motown/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon im vergangenen Jahr stand die Vorabsingle „Commander“ inklusive DJ David Guetta von Ex-Destinys-Child-Sängerin Kelly Rowlands im Laden, dennoch dauerte es bis Mitte 2011, bis das dritte Album nachgereicht wird. Die Single erfüllte die Erwartungen und so verwunderte diese Wartezeit schon ein wenig. Die Ansprüche und Erwartungen waren also recht hoch und so setzte Rowland die Messlatte auch nicht niedriger bzw. sie oder ihre Plattenfirma kaufte dann praktischerweise Hitverdächtiges ein. Beim Zweitwerk „Ms. Kelly“ komponierte Rowland noch viel mit, diesmal beschränkte sich ihr Beitrag nur auf drei Songs Mitarbeit.

Den Löwenanteil schufen die derzeit bekanntesten Komponisten und Produzenten, Tricky Stewart (Beyoncé, Mariah Carey), Rodney „Darkchild“ Jerkins (Michael Jackson, Mary J. Blige, Whitney Houston, Lady Gaga) , RedOne (Lady Gaga, Jennifer Lopez) und Rico Love (Katy Perry) und das sind wirklich echte R&B-und Dance-Pop-Experten. Da sind wir schon gleich beim Problem: Überproduziert und mit schnellen Dancebeats oder schmelzendem R&B versehen, klingt das leider recht austauschbar und wenig nachhaltig.

Die eindringliche und auffällige Stimme von Rowland setzt zwar durchaus Akzente, aber die Arrangements wirken lieblos zusammengestellt. R&B-Power-Balladen wie „Keep It Between Us“ tun nicht weh und auch das tanzbare „Work it man“ oder eben das spacige „Commander“ gehören zur Positiv-Seite des Longplayers, dennoch vermisst man etwas: Neue frische musikalische Ideen sucht man vergeblich und so bleiben nur bassgetränkte Songs wie „Motivation“ mit Lil Wayne, die noch am ehesten mit guter HipHop- und R&B-Verschmelzung überzeugen.

Den Rest hat man schon irgendwo gehört oder es ist einfach nur ziemlich aufgepumptes Dance-Pop-Zeugs, das man morgen schon wieder vergessen hat. Verbesserungswürdig scheint das Prädikat zu lauten und es bleibt die Hoffnung, dass Kelly Rowland beim nächsten Mal etwas mutiger auf ihre Stimme und nicht auf so dominierende seelenlose, synthetische Beats setzt.

Anspieltipps:

  • Motivation (featuring Lil Wayne)
  • Work it man
  • Commander

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