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Soundtrack Yo, También (Me Too)


  • Label: Elefant Records/ALIVE
  • Laufzeit: 77 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Yo, Tambien (Me too)“ ist ein gefühlvoller, spanischer Film vom Regie-Duo Antonio Naharro und Álvaro Pastor, der sich um die Liebe zwischen Laura und Daniel dreht, einem hoch begabten Mann mit Down-Syndrom. Teils autobiographisch wird Daniel von Pablo Pineda gespielt, schließt als erster Europäer mit Down-Syndrom ein Hochschulstudium mit Auszeichnung ab und bekommt ebenso wie seine Schauspielkollegin Lola Duenas beim Filmfestival in San Sebastián den Preis für die besten Hauptdarsteller in „Yo, Tambien“. So hoch gelobt wie der Film selbst steht dem auch der Soundtrack in nichts nach. Eine genau so außergewöhnliche wie homogene Mischung aus spanischer Folklore, Indie-Pop, Country und klassischen Piano-Interludes.

Auf den ersten Blick bereits positiv wahrzunehmen ist der Umstand, dass die meisten Acts mehrfach vertreten sind und sich somit die beachtliche Spielzeit von nahezu 80 Minuten flüssiger gestaltet und der Wiedererkennungsfaktor die Spannung hoch hält. Ob nun die Piano-Stücke von Guille Milkyway oder die ausgelassene Folklore-Sause von La Casa Azul: „Yo Tambien“ pendelt zwischen Melancholie, Sehnsucht und Euphorie, ganz wie es in der Ausrichtung des Films vorgesehen ist. So hält sich die musikalische Untermalung an die in bewegte Bilder gepackte Liebesgeschichte und funktioniert auch abseits der Leinwand prächtig.

Auch wenn der arg süßliche Indie-Pop von The School oder der Piano-Pop von den BMX Bandits für sich genommen nicht wirklich packt und es der Weihnachtssong „Kiss you in the snow“ in diesen Monaten eh schon schwer genug hat, gibt es eben so glückselig Folkloristisch-Poppiges von La Casa Azul, bei denen die schlechte Laune vollkommen außer Reichweite gerät. Selbst der aus der Reihe tanzende Electro-Stampfer „Plastic City“ von The Gentle People unterstützt die Atmosphäre und lässt erahnen, wie vereinnahmend der Film selbst ist. Dazu kommen Country von Nick Garrie („On A Wing And A Prayer“) und Shoegaze-Pop von Camera Obscura („If Looks Could Kill“), die den Reigen wunderbar abrunden. Nicht oft gibt es Soundtracks wie diesen, welche abseits des Films für sich überzeugen und wo so manche Songs auch vom Album losgelöst einiges her machen.

Anspieltipps:

  • Yo también
  • Tema de yo también
  • On a wing and a prayer
  • Ta-machine

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