Frontier(s) - There Will Be No Miracles Here - Cover
Große Ansicht

Frontier(s) There Will Be No Miracles Here


  • Label: Arctic Rodeo Recordings
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch wenn eine direkte Verbindung zum Horror-Slasher „Frontier(s)“ nicht überliefert ist, so fällt einem im Fall einer Benutzung des Suchmaschinen-Riesen mit dem Bandnamen erst einmal der Film ins Auge. Musikalisch gibt es jedoch schon genug zu berichten, als dass man wirklich das Filmgenre bemühen müsste. So ist Chris Higdon (Gesang, Gitarre) lange Zeit bei der amerikanischen Post-Hardcore Band Elliot gewesen, die prägend für eine ganze Szene wurde. Umso schöner, dass er nun zusammen mit Matt Wieder (Gitarre), Eagle Barber (Schlagzeug) sowie Bryan Todd am Bass in Form von Frontier(s) die Musiker-Laufbahn wieder mit einem Album verziert. „There Will Be No Miracles Here“ heißt es und markiert ein Debüt, das in seiner Essenz schlicht Rock ist und sich wenig um die Post-Irgendwas Umschreibungen schert.

Genau das dürfte auch den griffigen Sound ausmachen, der sich recht früh während der knapp 40 Minuten in den Ohren festbeißt. Nicht zuletzt die charismatischen Vocals von Chris Higdon lassen die Zündschnur dieses explosiven Sounds nicht lange außer acht. Bei einem Titel wie „Abul Abbas“ fällt es selbstredend schwer, von Wehmut und beherzt träumerischer Ausrichtung zu sprechen, doch so wie die Gitarren einen umgarnen, das Schlagzeug antreibt und diese tollen Hooklines von Chris´ Stimme auf die Spitze getrieben werden, ist diese Beschreibung nicht mehr fern. „Von Veneer“ ist eine Hymne vor dem Herrn, so einfach wie effektiv. Zwischen straightem Rock und Momenten des Innehaltens, die sich in euphorischen Melodien entladen, sind es vor allem die Gitarrensounds, welche sich perfekt duellieren, immer auf dem Weg zur atmosphärischen Pracht und zurück zur kernigen Rock-Geste.

Die Halb-Ballade „Bones“, deren ruhigen Elemente von verspielten Percussions und Chris´ Vocals so gefühlvoll bestimmt werden, dass man sich kurzzeitig im Dream Pop wähnt, ist trotz ihrer Vorhersehbarkeit präsent und stimmig. Überhaupt regieren auf dem Album unscheinbare Rock-Standards, die schließlich von der Erfahrung der Musiker profitieren und aus dem relativ unspektakulären Substanzen eine stellenweise hochkarätige Rückkehr vom Elliot-Mastermind basteln. Vielleicht hätten ein paar mehr Noise- oder Schrei-Ausbrüche wie bei „Poor Souls“ oder dem Ende von „Marching Line“, die sich dem atmosphärischen Rock widersetzen, gut getan, doch auch so ist „There Will Be No Miracles Here“ definitiv mehr als solide.

Anspieltipps:

  • Von Veneer
  • Abul Abbas
  • Bones
  • Poor Souls

Neue Kritiken im Genre „Rock“
5.5/10

Songs Of Experience
  • 2017    
Diskutiere über „Frontier(s)“
comments powered by Disqus