Coshiva - Butterfly - Cover
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Coshiva Butterfly


  • Label: Redange/EDEL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Anfänglich im Pop/Rock-Sektor unterwegs entschied sich Daniela Wimmer dazu nach ihrem Debüt „Thousand miles away“ (Deutschland-VÖ: 01/2006) die Singer/Songwriter-Facetten in ihr stärker zum Vorschein zu bringen. Mit „Butterfly“ soll diese neue Facette gebührend empfangen werden, sodass mit ihrem zweiten Longplayer dem geneigten Hörer mehr oder weniger eine Mischung aus Neuem und Altem vorgesetzt wird, wie die bereits auf „Thousand miles away“ enthaltenen Songs „No no no“, „A girl like me“ und „Mississippi queen“ mit neuem Anstrich unter Beweis stellen dürfen.

Mit bezaubernder Stimme und einer bunten Mischung aus Salsa („Black red or green (Summer version)“, balladeskem ("Presence of Vienna", „These leaves“) oder munter-aufgewecktem Pop („Butterfly“), der mal Einschlüsse von Jazz („Got my groove“, „A girl like me“), Swing („No, no, no“) oder Soul („Mississippi queen“) mit sich führt, behauptet sich die „Norah Jones aus Österreich“ als stilsichere Künstlerin, die auf jeden Fall im Auge behalten werden sollte, obwohl es im Alpenland bereits massives Radioairplay und einen 60. Platz in den Charts gab und die Dame somit keine allzu Unbekannte mehr darstellt.

Trotz des angenehmen Genre-Potpourris ist „Butterfly“ aber alles andere als ein klarer Punktesieg. Mit einer pianogetriebenen Version von „Black red or queen“ hat sich die geborene Salzburgerin nämlich keine Freude gemacht, denn der Track nervt wie das kurz darauf folgende „I tell you“ mit langgezogenen Vokalpassagen, bei denen sich nicht nur die Stimme der Österreicherin überschlägt, sondern auch andere unangenehme Kapriolen passieren. Die Live-Aufnahme von „These leaves“ hat ausser einer gewissen Langatmigkeit zwar nicht mit diesen Symptomen zu kämpfen, dafür stellt Fräulein Wimmer mit „Butterfly“ im Telemark Remix eine Alternative bereit, wie sie Dank Autotune und billigem Bumms seelenloser nicht sein könnte. Kurzum: Unbedingt auf der offenherzig-ungekünstelten Singer/Songwriter-Schiene bleiben, denn der übermäßig bemühte Rest ist ein klarer Fall für die Tonne!

Anspieltipps:

  • A Girl Like Me
  • Got My Groove
  • Mississippi Queen
  • Black Red Or Green (Summer Version)
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