Terror - Keepers Of The Faith - Cover
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Terror Keepers Of The Faith


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit einem Knall ins Genre gewuchtet haben sich Terror 2002 mit einer vier Tracks umfassenden Demo, die nicht lange auf Abnehmer warten musste. Seitdem ging es für die Herrschaften aus Los Angeles steil bergauf, was letztendlich mit „Always the hard way“ (07/2006) zu massivem Höhenluftgeschnuppere in den amerikanischen Billboard-Charts führte. Die Erfolgsformel, wuchtigen Hardcore mit abrissbirnenerprobtem Thrash Metal zu verkuppeln, hat sich bezahlt gemacht und wird auch auf der neuesten Scheibe „Keepers of the faith“ in nackenbrechender Eindringlichkeit zelebriert. Dass der verstärkte Thrash-Anteil schon auf „The damned, the shamned“ (05/2008) für einiges Schulterzucken sorgte, stört Scott Vogel (Gesang), Martin Stewart (Gitarre), Jordan Posner (Gitarre), David Wood (Bass) und Nick Jett (Schlagzeug) scheinbar nicht.

Terror-Vorstand Vogel legt stattdessen noch eine Schippe Schredderriffs drauf, setzt seiner Truppe die Hörner auf und rammt damit durch die nächsten Betonwände. „Dies ist das Album, in das wir einfach alles gesteckt haben, was wir haben – von der Musik über die Texte, vom Layout des Covers bis zum direkten Streetmarketing, wir gaben von vorne bis hinten einfach alles! Wir nahmen alle Regeln, die es in der Industrie zurzeit gibt und entfernten sie aus unseren Köpfen. Wir wollten die alten Tage des Hardcores mit „Keepers of the faith“ einfangen“ gibt der krächzende Scott von sich und stürzt sich mit seinen Mannen in „Your enemies are mine“ sofort in eine deftige Hardcore Thrash-Breitseite, die ordentlich nach vorne prescht, aber kaum Eindruck trotz solider Instrumentenarbeit hinterlässt.

Dieser souveräne, aber leider etwas zu glatte Stil zieht sich beinahe durch das komplette Album, da viele Tracks einerseits zu thrashig sind um hier noch wirklich von einer Hardcore-Platte sprechen zu können („Only death“, „You´re caught“), andererseits stellen Terror mit „Return to strength“, „The struggle“, „Hell and back“ und „Stay free“ ein paar deftige Hassbatzen auf die Beine, die die perfekte Mischung aus Gangshouts, heiserem Geschrei und Schredderriffs darstellen und zeigen, wozu Vogel mit seinem Terrorkommando eigentlich imstande ist. „Keepers of the faith“ ist trotzdem weit davon entfernt eine schlechte Platte zu sein, aber allein im Hinblick auf z.B. Sworn Enemys Vorschlaghammer „The beginning of the end“ (04/2006), das eine ähnlich brodelnde Mixtur aus Hardcore und Thrash entfachte, ist Terrors neueste Errungenschaft nur ein leicht überdurchschnittlicher, aber immerhin recht gefälliger und frei von jeglichen Längen strotzender Longplayer.

Anspieltipps:

  • Defiant
  • Stay Free
  • The Struggle
  • Hell And Back
  • Return To Strength

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