Rose Elinor Dougall - Without Why  - Cover
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Rose Elinor Dougall Without Why


  • Label: Scarlett Music/ALIVE
  • Laufzeit: 39 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Es purzeln genügend Träume, zarte Befindlichkeitsoffenbarungen und Reisen in eine ferne Welt auf „Without Why“, das am besten ist, wenn es auf nebelverhangenen Pfaden wandelt.

Nach ihrem Abschied von The Pipettes im Jahre 2008 setzte sich Rose Elinor Dougall nur in Gesellschaft eines Casio Keyboards in ihr Schlafzimmer und werkelte an Songs, denen nach den drei Singles „Another Version Of Pop Song“, „Start/Stop/Synchro“ und „Fallen Over“ nun das Album „Without Why“ folgt. Mit einer schwer greifbaren Mischung aus Singer/Songwriter, experimentellem Folk und schlicht dahin gehauchtem Indie-Pop fällt es dem Longplayer nicht leicht, die Aufmerksamkeit während der gesamten Spielzeit aufrecht zu erhalten. Dafür gibt es einiges an Überraschungen, wie zum Beispiel das orientalisch psychedelische „Watching“.

Vorher, nämlich gleich als Opener, wird es überaus sonnig und von Sixties-Pop getragen, wenn „Start/Stop/Synchro“ zuckersüß an Schweden und die Cardigans erinnert. Soweit, so nett. Rose Elinor Dougall jedenfalls weiß es, ihre Stimme so engelsgleich wie betont verrucht als zentralen Punkt auf dieser Platte unterzubringen. Eine märchenhafte Ausstrahlung ergänzt die Musik, welche dennoch unentschlossen zwischen schwebender Entrücktheit und bodenständigem Folk-Pop wankt. Traumwandlerisch zum Beispiel „Find Me Out“, wo die Gitarre von einer anderen Zeit erzählt und die Flocken in Form einer gepfiffenen Melodie sowie musical-artigen Synthesizer-Klanglandschaften vom Himmel fallen.

Es purzeln also genügend Träume, zarte Befindlichkeitsoffenbarungen und Reisen in eine ferne Welt auf „Without Why“, das am besten ist, wenn es auf nebelverhangenen Pfaden wandelt, was „Find Me Out“ und „Third Attempt“ bestens darstellen. Man kann sagen, dass Frau Dougall dann zur vollen Stärke findet, wenn die Zweifel in der Musik den größten Ausdruck finden, sich die Instrumentierung dementsprechend zurückhält und Raum lässt für Interpretation, was leider durch eine etwas angestrengt wirkende Innovationsschlagseite abgeschwächt wird und so dieses Solodebüt noch viel Platz nach oben lässt.

Anspieltipps:

  • Find Me Out
  • Third Attempt
  • Watching
  • Fallen Over

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