Chantal  De Freitas - Independence - Cover
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Chantal De Freitas Independence


  • Label: Pussy Empire Recordings
  • Laufzeit: 51 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

„Jetzt singt sie auch noch!“ nannte TV-Moderatorin Barbara Schöneberger ihr musikalisches Debütwerk aus dem Februar 2008 nicht ganz unironisch. Selbiger Gedanke schwebt einem im Hinterkopf, wenn es um das Debütalbum der deutschen-panamaischen Film- und Theaterschauspielerin Chantal de Freitas (u.a. zu sehen in „Stubbe: Von Fall zu Fall“, „Tatort“ und „Polizeiruf 110“) geht. Ihr Gesicht kennen eifrige TV-Gucker unter Garantie, tja, und jetzt singt sie eben auch noch...

Zusammen mit dem Berliner Produzenten-Team OJA Tunes (P.O. Block und Jan Pelao), die schon mit Seeed, Yvonne Catterfeld, Martin Jondo und Ex-No Angel Vanessa Petruo gearbeitet haben, entstand das 13 Tracks starke „Independence“-Album, das mit überwiegend souligem Pop in balladesker („This song“) und tanzbarer Form („Key to my heart“) zu überzeugen versucht. Leider bliebt es nur bei dem Versuch, denn die Stücke machen weder auf gesanglicher (Chantal de Freitas macht ihre Sache gut, aber unauffällig) noch auf musikalischer Ebene besonders viel her.

Zu hausbacken und brav klingt das Material, das zumindest inhaltlich ein paar Ecken und Kanten beweist, indem Themen wie Schönheitswahn („Perfect“) und die bitter notwendigen Grenzen zwischen privat sein und dem Leben als Star in der Öffentlichkeit behandelt werden („Showbiz“). Mehr als ein Kratzen an der Oberfläche stellt dies aber auch nicht dar, zumal die restlichen Texte über die üblichen Herz-Schmerz-Themen nicht hinauskommen. Was bleibt ist ein beschauliches Debütalbum, zu dessen Erwerb man schon ein großer Fan von Chantal de Freitas sein muss. Die Musik selbst liefert dafür nämlich zuwenig Gründe.

Anspieltipps:

  • Perfect
  • This song
  • Every room
  • Teenager love

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