Taio Cruz - Rokstarr - Cover
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Taio Cruz Rokstarr


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 39 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach Jason Derulo („Whatcha say“) und Iyaz („Solo“) steht mit dem 28jährigen Briten Taio Cruz („Break your heart“) der nächste Chartstürmer auf dem Plan, der die R&B-Sparte mit unverschämt poppigen Klängen revolutioniert. Zwar hat Taio Cruz bereits vor 2½ Jahren sein Debütalbum „Departure“ (03/2008) veröffentlicht und seitdem als Texter, Komponist und Produzent für u.a. Cheryl Cole, Leona Lewis, Will Young, Usher, Britney Spears und Brandy gearbeitet, doch erst mit seinem Zweitwerk „Rokstarr“ (UK Release: 10/2009), das die weltweite Hitsingle „Break your heart“ beinhaltet (u.a. Nummer eins in den UK und den US Charts), startete der Sohn brasilianisch-nigerianischer Eltern so richtig durch.

Dass Adetayo Ayowale Onile-Ere alias Taio Cruz bereits seit zehn Jahren Musik macht, hört man den elf Songs auf „Rokstarr“ deutlich an. Er weiß, wie man eingängige Songs schreibt und dabei aktuellen Modetrends gerecht wird. So klingen seine Kompositionen nicht wie altertümlicher 90er-Jahre-R&B, sondern wie die zurzeit so angesagten Tracks von Madcon („Glow“) oder eines Justin Bieber („Somebody to love“), die den R&B wieder flott, tanzbar und Pop-kompatibel gemacht haben.

Cruz verschwendet keine Zeit für schleppende Beats und Rotlichtviertelatmosphäre, er zielt geradewegs in Richtung des Club- und Tanztempelklientels („Dynamite“, „Take me back“, „Come on girl“), gibt erfreulicherweise nur so selten den Balladenonkel („I’ll never love again“, „I can be“) und lässt Nachwuchssternchen Ke$ha in einem für ihre Lady-Gaga-für-Arme-Verhältnisse sehr passenden Song ein wenig unsittlich trällern („Dirty picture“).

Damit erfüllt Taio Cruz zwar die Norm, liefert aber nicht den ganz großen Wurf ab. Denn dazu sind seine Songs unterm Strich zu ähnlich und zu wenig abwechslungsreich, um auf Albumlänge zu fesseln. Für einen Radiohit taugen Tracks wie „No other one” oder „Falling in love“ freilich jederzeit, doch in elffacher Ausfertigung ist es wie mit der leckeren Sahnetorte, die nach dem Genuss des vierten Stücks ebenso zu unangenehmen Magenverstimmungen führt. Fazit: Von „Rokstarr“ wird einem nicht gleich schlecht, man sollte aber auf die Dosierung achten.

Anspieltipps:

  • Feel again
  • No other one
  • Take me back
  • Break your heart
  • I’ll never love again

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