Operator Please - Gloves - Cover
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Operator Please Gloves


  • Label: Brille Records/ALIVE
  • Laufzeit: 34 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus dem australischen Queensland kommen Operator Please, deren Debüt-Album “Yes Yes Vindictive” 2007 erschien und in Australien für Furore sorgte. Die ausgekoppelte Single „It’s Just A Song About Ping-Pong“ wurde in Downunders Radiostationen rauf und runter gespielt und war für zwei ARIA Awards in den Kategorien „Best Pop Release“ und Breakthrough Artist“ nominiert. In letzterer gingen sie als Sieger hervor. Sie tourten ausgiebig durch Australien, Europa und Japan, spielten unter anderen vor den Kaiser Chiefs und den Arctic Monkeys.

Nach diesem Anfangserfolg musste sich die Band der schwierigen Aufgabe des zweiten Albums stellen. Das Ergebnis liegt nun in Form von „Gloves“ vor. Die Energie des Erstlings ging nicht verloren, wurde jedoch in andere Kanäle gelenkt. Amandah Wilkinson (Vocals, Guitar) und Tim Commandeur (Drums) teilten sich die Rolle des Produzenten, weil sie eine genaue Vorstellung vom Klangbild hatten. Die trashigen Gitarren des Debüts fielen unter den Tisch, der funky gespielte Bass tritt in den Vordergrund. Eine Entwicklung, die auch Ende der 1970er, Anfang der 1980er bei Bands wie z.B. Gang Of Four zu beobachten war. New Wave, Funk und Pop sind dann auch die Koordinaten, zwischen denen „Gloves“ pendelt.

„Catapult“ lässt dann auch gleich den Funk-Bass (Ashley McConnell) knallen, der auf dem nachfolgenden „Just Kiss“ etwas in den Hintergrund rückt, während Keyboards und Synthesizer (Sarah-Jane Gardiner, Taylor Henderson) Karussell fahren. „Logic“ wird von einer schönen Melodielinie getragen, Amandah Wilkinson singt cool und lieblich zugleich. Die eingängigsten Melodien des Albums sind auf „Jealous“ und „Like Magic“ zu vernehmen. Ansonsten läuft das Album im Grunde auf gleichbleibendem Niveau weiter. Das ist gut gemachter Indie-Pop, der mal mehr mal weniger Richtung Blondie oder frühe Eurythmics tendiert. Etwas problematisch wird es nach einigen Durchläufen, wenn die Songs nichts mehr hinzugewinnen – im Gegenteil – manche verlieren sogar an Substanz. Mal sehen wie sich die Australier weiterentwickeln.

Anspieltipps:

  • Catapult
  • Logic
  • Jealous
  • Like Magic

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