Yazoo - Reconnected: Live - Cover
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Yazoo Reconnected: Live


  • Label: Mute/EMI
  • Laufzeit: 79 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

In den 80er Jahren machte ein seltsames Duo mit nur zwei veröffentlichten Alben auf sich aufmerksam: Yazoo bestand aus dem kleinen, schlanken und blonden Keyboarder Vince Clarke und dem stimmgewaltigen, großen und dunkelhaarigen Vollweib Alison Moyet. Clarke entschied sich sogar dafür, seine Stammband Depeche Mode zu verlassen, nachdem die erste Yazoo-Single „Only you“ so erfolgreich war. 1983 war dann schon wieder Schluss und fünfundzwanzig Jahre später gab es die heutzutage allseits beliebte Reunion von Yazoo, die in eine Europa-Tour gipfelte.

Die Live-Mitschnitte dieser Tournee aus dem Jahre 2008 werden nun veröffentlicht, insgesamt zwanzig Songs werden auf zwei CDs verteilt. Die elektronische Musik der 80er Jahre gilt zur Zeit als „hip“ und daher scheint es nicht sinnlos, Clarkes Talent als Keyboardakrobat und die dunkle Stimme von Moyet wieder hervorzuholen.

Neben einem hörbar begeisterten Publikum fällt auf, dass dieses Keyboard wirklich alles dominiert: „Nobody's Diary“ huldigt den künstlichen Tönen aus dem Synthesizer dermaßen, dass man meint wozu braucht man eigentlich Gitarren? So einfach ist das doch wohl nicht, denn auch wenn einzelne Songs auch heute ihre Qualität und Faszination nicht verloren haben, hinterlassen 20 von Keyboards dominierte Songs ein leichtes Übersättigungsgefühl. Einzig die ausdrucksvolle Stimme von Frau Moyet macht den Unterschied, um jetzt nicht allzu negativ zu werten.

Dass sowohl Moyet wegen ihrer Solokarriere und Clarke als Erasure-Mitglied die Zeit fehlt, neues Material zu fertigen, ist vielleicht ganz gut so, weil ihre alten Synthie-Pophits einen schon nostalgisch werden lassen, aber manchmal ist es gut, auf dem Höhepunkt der Karriere aufzuhören.

Anspieltipps:

  • Nobody's Diary
  • Don't Go
  • Only You
  • Situation

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