Extrabreit - Live In Hagen - Cover
Große Ansicht

Extrabreit Live In Hagen


  • Label: Rodeostar/Sony Music
  • Laufzeit: 170 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Da die NDW-Veteranen von Extrabreit im Jahr 2008 ihr 30-jähriges Bandjubiläum feierten, gab die Band im Oktober desselben Jahres im heimischen Hagen ein ganz spezielles Konzert, bei dem die Pop-Punker mit einem sechzigköpfigen Orchester auf der Bühne standen und ihre größten Hits präsentierten. Die dazu ausgewählte Stadthalle in Hagen war mit rund 3.000 Besuchern natürlich ausverkauft, so dass die alten Helden des Deutsch-Rock gebührend gefeiert werden konnten. Nach dem „Gold“-Album aus dem vergangenen Jahr wird das Jubiläum nun also endgültig so begangen, wie es sich für eine verdienstvolle Band gehört, auch wenn diese freilich nicht mehr die Strahlkraft aus den 80er Jahren besitzt.

„Live in Hagen“ – zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Hagen – erscheint als CD/DVD-Set, wobei die CD das Konzert um sechs Songs gekürzt wiedergibt. Dafür darf der geneigte Zuseher/Zuhörer auf der DVD die eine oder andere überflüssige Zote von Frontmann Kai Havaii ertragen. Man ist eben zu Hause unter Fans, das spürt der neutrale Beobachter sehr deutlich. Zum Sound der CD/DVD muss man sagen, dass die Songs des Quintetts aus dem Ruhrgebiet durch die Orchesterunterstützung ordentlich aufgewertet werden und einen bombastischen Klangmantel erhalten haben. Klar, neu ist diese Kombination aus Rockband und klassischem Orchester bei weitem nicht, aber sie funktioniert noch immer, wenn sich die versammelten Musiker darauf einigen können, gemeinsam zu agieren und nicht die andere Fraktion an die Wand spielen zu wollen.

Interessant ist, dass sowohl Extrabreit als auch das Philharmonische Orchester Hagen Soloauftritte haben. So spielen die Philharmoniker z.B. Stücke wie den „Säbeltanz“, „Walkürenritt“, „Peer Gynt-Suite“ oder „Pomp and circumstance march no. 1“ als kleine Zwischenspiele, was durchaus als nette Abwechslung zu werten ist. Da Extrabreit allerdings auch über ein paar für Nicht-Fans recht peinliche Songs verfügen, die sie mit Wonne in ihr Live-Set einbauen, ist das Vergnügen insgesamt etwas durchwachsen, aber sicher nicht schlecht.

Anspieltipps:

  • Polizisten
  • Besatzungskind
  • Hart wie Marmelade
  • Flieger, grüß mir die Sonne
  • Hurra, hurra, die Schule brennt
  • Für mich soll’s rote Rosen regnen

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Extrabreit“
comments powered by Disqus