Tracer - L.A.? - Cover
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Tracer L.A.?


  • Label: Tracer Records/ALIVE
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach der wohlwollend aufgenommenem „Into The Night“-Debüt-EP (11/2006) und einer ausgedehnten Konzertreise, die nur von Albumaufnahmen im Mai 2008 unterbrochen wurde, legte das aus Adelaide, Australien stammende Stoner-Rock-Trio namens Tracer mit „L.A.?“ im Februar 2009 endlich den ersten Longplayer (wenn man das bei gerade einmal 32 Minuten Spielzeit überhaupt sagen darf) in seiner Heimat vor. Inwiefern Tracer mit dem 7-Tracker Erfolg in Australien hatten, ist bis dato nicht zu uns durchgedrungen. Allerdings ist Tracers Ruf schon so gut, um mehrfach für Europa-Tourneen gebucht worden zu sein. Da geht also scheinbar was!

Tracers Album steht voll und ganz in der Tradition von Bands wie Nebula, Unida und Fu Manchu, vereint also den warmen Sound der 70er Jahre mit staubtrockenen Riffs und der Freude an simplen, auf den Punkt gespielten Rocksongs. Dies gelingt natürlich nur mit einer einigermaßen anständigen Produktion, da Stoner-Rock-Alben zwingend laut gehört werden sollten, um ihre ganze Macht zu entfalten. Das eher unbeschriebene Produzenten-Blatt James Bett hat hier ganze Arbeit geleistet. Er zaubert Tracer einen ebenso satten wie nuancenreichen Sound auf den Leib, der allen Musikern genügend Raum lässt.

Dabei fällt vor allem Sänger und Gitarrist Michael Brown auf, der am Mikrophon von seinem Bruder Leigh (Bass) unterstützt wird. Er erinnert phasenweise an den jungen Chris Cornell (Temple Of The Dog, Soundgarden, Audioslave), als dieser noch keine komischen HipHop-Alben machte. Aus diesen Zutaten entwickelt sich ein mühelos über dem Durchschnitt befindliches Album, das frischen Wind in die Stoner-Rock-Szene bringt.

Anspieltipps:

  • Get free
  • Wrecking ball
  • End of the Samurai

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