Erlend Ropstad - Roy, It Ain´t Over Yet - Cover
Große Ansicht

Erlend Ropstad Roy, It Ain´t Over Yet


  • Label: Rec 90/CARGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Erlend Ropstad ist der Retter der einsamen Herzen. Bekannt geworden durch ein musikalisches Engagement mit der Partnersuchbörse Parship, hilft der Norweger nicht nur den Suchenden bei ihrer Odyssee, sondern auch den Hörenden, denn nach „Bright late nights“ (08/2007) ist auch der Nachfolger eine anregende Mischung aus betörendem Singer/Songwriter-Folk und spärlich instrumentierten Pop geworden, dem wunderbar allein oder in trauter Zweisamkeit gelauscht werden kann. Dabei konzentriert sich Ropstad in seinen Stücken auf eine natürlich wirkende, knisternde Atmosphäre, sodass der Platz vorm Kamin für einige Zeit in Beschlag genommen sein dürfte.

Dies wird durch grandiose, die ganze Welt umarmende Melodien („Mary´s no saint“, „The past is closing in“), minimalistische Jack Johnson-Ästhetik („Swept away“, „I get it“), emotional aufgeladene Schunkelsongs („If I come back“) oder tief berührenden Kitsch („Allnighter“) bewerkstelligt ohne auf eine wärmende Produktion aus der Hand von Davide Bertolini (Kings Of Convenience) zu verzichten. Um seinen Kompositionen den nötigen Nachdruck zu verleihen, rückt Ropstad mal ganz nah ans Mikrophon heran („Don´t give up on me yet“, „One phone call“), lässt viel Zeit zwischen den Wörtern verstreichen („Roberta Flack“) oder gibt den fingerschnippenden Entertainer im gehobeneren Jazzclub („Ain´t nobody´s business“).

Auf unnötige Phrasendrescherei wird bei „Roy it ain´t over yet“ ebenfalls verzichtet, sodass es beinahe eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für frisch Verliebte oder jene, die einfach nur neue Singer/Songwriter-Kost zu sich nehmen wollen, geben könnte, würde Ropstad nicht einen Tick zu oft das Vibrato in seiner Stimme bemühen oder einfallslose, meist einsilbige Füllungen in seine Stücke einbauen, die die sorgfältig aufgebaute Stimmung manchmal zu zerstören drohen. Für ein oder mehrere Glaserl Rotwein ist der gute Erlend aber auf jeden Fall ein heißer Tipp!

Anspieltipps:

  • Allnighter
  • Mary´s No Saint
  • Ain´t Nobody´s Business

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8/10

The Days Of Never Coming Back And Never Getting Nowhere
  • 2017    
6.5/10

Trouble No More: Bootleg Series Vol. 13 (1979-1981)
  • 2017    
Diskutiere über „Erlend Ropstad“
comments powered by Disqus