NoGoD - Kakera - Cover
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NoGoD Kakera


  • Label: CLJ Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.6/10 Leserwertung Stimme ab!

J-Rock-typischer Einheitsbrei, in dem man kaum eine Band von der anderen unterscheiden kann.

Die japanische Band NoGoD gehört noch zu den eher unbekannten Bands der Visual Kei Szene und können doch bereits auf eine beachtliche Fangruppe blicken. Danchou (Gesang), Kyrie (Gitarre), Shinno (Gitarre), Karin (Bass) und K (Schlagzeug) haben sich in ihrer Heimat einen Kult geschaffen. Sie spielen mit ihrem Bandtitel, der in voller Länge Shinkou Shuukyou Gakudan NoGoD (dt: Die neue Religionsband NoGoD) lautet. Ihre Fans sind ihre Gläubiger, ihre Konzerte tragen eindeutige Titel wie „Der große Religionskrieg“ und doch ist das alles nicht so ganz ernst gemeint. Vorliegend ist nun ihr Debütalbum „Kakera“, das die Einzigartigkeit der Band beweisen soll.

Der Silberling beginnt zunächst mit einem langsamen Gitarrenintro, das sich schließlich immer schneller schraubt und durch schnelle Schlagzeugrhythmen und Growls unterstützt wird. Erst danach erklingt zum ersten Mal Danchou‘s Stimme, die allerdings noch nicht wirklich von einer gewissen Wohlfühlzone abweicht. Der erste Wow-Faktor bleibt also aus. Umso mehr begeistern dafür die Gitarrenparts, die sich auch im zweiten Song „Shinzou“ stark in den Vordergrund stellen.

„Nagusami no Sora“ ist die erste Ballade des Albums und gleichzeitig der Punkt, an dem sich zum ersten Mal die hoch angepriesene Stimme Danchou‘s in vollem Glanz zeigt. Zarte Gitarrenklänge und emotionale Lyrics erzeugen genau die richtige Stimmung um den Hörer zu fesseln. Natürlich darf auch hier ein ausdrucksstarkes Gitarrensolo nicht fehlen, das das Gesamtpaket abrundet. Klasse!

Leider geht es nach diesem Lichtblick zurück zum J-Rock typischen Einheitsbrei, in dem man kaum eine Band von der anderen unterscheiden kann. Glücklicherweise nur ein kurzer Durchhänger, denn bereits der Instrumentaltrack „Kimi ga Kureta Shiawase to Kimi ni Sasagu Namida“ geht ins Ohr und begeistert. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist „Kajitsu wa Warau“, der zumindest in den Strophen mit einer gewissen Einzigartigkeit in Melodie und Gesang überzeugen kann. Nachdem „II-Kaigi“ das gerade erreichte Niveau hält, endet die CD leider mit „Kimi ni Okuru Itsudemo Kienai Shi“ in einer weiteren Durchschnittsnummer. Insgesamt eine durchaus interessante Band, die mit den Highlights des Albums auch zu begeistern weiß. Leider ziehen die eher durchschnittlichen Songs den Gesamteindruck deutlich nach unten.

Anspieltipps:

  • Nagusami no Sora
  • Kimi ga Kureta Shawase to Kimi ni Sasagu Namida
  • Kajitsu wa Warau
  • II-Kaigi

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