Eliza Doolittle - Eliza Doolittle - Cover
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Eliza Doolittle Eliza Doolittle


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Briten machen ihrem Status als das Mutterland der Popmusik einmal mehr alle Ehre und schicken mit der erst 22jährigen Eliza Doolittle (bürgerlich: Eliza Caird) den nächsten weiblichen Shootingstar in den Singer/Songwriter-Orbit. Ihr Debütalbum schoss in die Top 3 der UK Charts und wurde von der Londonerin komplett mitgeschrieben. Der Umstand, dass hier wieder nur ein hübsches Gesicht mit einem passablem Stimmchen gecastet wurde, trifft auf Fräulein Dootlitte also nicht zu, auch wenn die einer Künstlerfamilie entstammende Engländerin sehr wohl weiß, wie sie ihre äußerlichen Reize im Pop-Business einsetzen sollte.

Dass bei Eliza Doolittle das musikalische Talent im Vordergrund steht, zeigt allein die Tatsache, dass sie schon im jungen Alter von 16 Jahren ihren ersten Autorenvertrag unter Dach und Fach brachte und bei der Albumproduktion zusammen mit Matt Prime (Will Young, Victoria Beckham, Simon Webbe), Greg Kurstin (Sia, Devo, Ke$ha), Steve Chrisanthou (Corinne Bailey Rae, Michael Bolton, Herbie Hancock) und Craigie Dodds (Sugababes, Newton Faulkner, Appleton) auf eine organische Instrumentierung achtete.

In Richtung Dancefloor schielt hier rein gar nichts. Was wir hören, ist handgemachter, verschrobener bzw. leicht kindisch wirkender Indie-Pop, der vom 60er-Jahre-Motown-Pop inspiriert ist – eine entsprechende Anzahl an Samples aus dieser Epoche auffährt – und mit diesem verführerischen englischen Dialekt daherkommt, den die Deutschen nicht erst lieben, seit Lena Meyer-Landrut diesen imitiert.

Doch auch wenn die Melodien und der Gesangsstil ab und an etwas infantil wirken, sind Songs wie „Moneybox“, „Go home“, „Skinny genes“ oder „So high“ einfach ansteckend und erfrischend anders, was zum einen an den Einflüssen aus Soul, Swing und Jazz liegt, aber vor allem auf das Konto der Songwriterin Eliza Doolittle geht, die mit frechen Texten und ihren Anleihen an den Sound der 60er Jahre ein nicht alltägliches Popalbum abgeliefert hat.

Anspieltipps:

  • Nobody
  • Empty hand
  • Skinny genes
  • Back to front
  • A smokey room

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