Joe Satriani - Black Swans And Wormhole Wizards - Cover
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Joe Satriani Black Swans And Wormhole Wizards


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Satrianis Albencover sind so erstaunlich ähnlich, man könnte glatt mit ihnen ein Bildvergleichsspiel veranstalten. Wo sind die Fehler versteckt? Seine Ibanez JS Gitarre ist jetzt rot und nicht mehr verchromt, das ist noch sehr auffällig, aber der viel wichtigere Unterschied ist die neue Sonnenbrille. Modell: Pilotenbrille, Stil: 80er Jahre. Keine Sorge, die Musik ist nicht im 80er Stil. Satriani bleibt sich treu, er ist ein sehr Harmoniesüchtiger Gitarrist, der jegliche Kunststückchen an der Klampfe nur im Rahmen eines genügend eingängigen Songs toleriert, ganz im Gegensatz zu seinem Schüler Steve Vai, der bekanntermaßen deutlich virtuoser zu Werke geht.

Seien wir ganz ehrlich, „Strange Beautiful Music“ (2002) war die letzte wirklich gute Scheibe von Satch, danach kam ein Aufguss alter Ideen nach dem anderen. Natürlich hat Joe seinen typischen Stil, benutzt immer wieder ähnliche Skalen und harmonisch vergleichbare Solibausteine, das hat er im Blut, aber beim Hören von „Is There Love In Space?“ (2004) wurde man das Gefühl nicht los die Songs so ähnlich schon mal gehört zu haben. Auch „Super Colossal“ (2006) war seltsam unrockbar und schlapp, „Professor Satchafunkilus And The Musterion Of Rock“ wiederum untypisch düster. Auf seinem neuesten Werk erfindet Satriani das Rad nicht neu und sich ebenso wenig, aber das Mitwirken in der vermeintlichen Supergruppe Chickenfoot hat ihm wieder mehr kreative Schöpfungsgabe eingehaucht.

„Black Swans And Wormhole Wizards“ ist eine Rückkehr zum soliden Gitarrenrock, davon kann sich ein jeder in „Light Years Away“ und „Premonition“ überzeugen, die sogar schon den Hardrock ankratzen. Es ist aber nicht nur das, Joe spielt so locker befreit auf wie lange nicht mehr, als Beispiel kann hierfür „The Golden Room“ herangezogen werden, welches wunderbar mit Perkussionsinstrumenten untermalt ist. Auch das nachfolgende „Two Sides To Every Story“ besitzt diese Leichtigkeit und einen Mike Keneally der an den Tasten immer wieder etwas Spannendes beisteuert.

Egal ob Ballade oder Rocknummer, die Songs grooven wieder mehr. Leider werden einige gute Ideen zu sehr ausgewalzt, wie das einzig coole Riff, auf dem das ganze „Wormhole Wizards“ fußt und über sechs Minuten hoch und runter gespielt wird. Zum Glück sind das Ausnahmen und Satch verfällt nur ab und an in alte Muster. Das Album bietet genügend Abwechslung, markante Wiedererkennungsmerkmale und besonders wichtig: es beinhaltet keine Ausfälle. Einzig ein unnötiges, minimalistisches „Solitude“. Es geht wieder bergauf.

Anspieltipps:

  • The Golden Room
  • Light Years Away
  • Premonition
  • Two Sides To Every Story

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