Scanners - Submarine - Cover
Große Ansicht

Scanners Submarine


  • Label: Unter Schafen/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
7.3/10 Leserwertung Stimme ab!

New Wave meets Art-Rock, sagt der Waschzettel und hat nicht unrecht.

Bei allen Hypes ist und bleibt London eine Musik-Metropole, die immer wieder neue Talente an Land spült. Die Scanners kommen aus der englischen Hauptstadt und starteten als Duo mit einer Drum Machine im Rücken. Sarah Daly und Matthew Mole spielten die Gitarren und sangen. Es dauerte nicht lange bis Drummer Tom Hutt und Amina Bates (Keyboards, Guitar) die Band vervollständigten. Gigs mit Electric Six, The Fever und Juliette Lewis & The Licks folgten. Nach einer Single debütierten die Scanners 2006 mit ihrem Album „Violence Is Golden“, das Vergleiche mit Siouxsie & The Banshees, Yeah Yeah Yeahs, Metric, PJ Harvey und Sonic Youth nach sich zog.

New Wave meets Art-Rock, sagt der Waschzettel und hat nicht unrecht. Dass die Songs auf „Submarine“ mit einer gehörigen Portion Pop daherkommen, ist auch Verdienst von Produzent Stephen Hague (New Order), der das Zweitwerk der Scanners mit Transparenz in Szene gesetzt hat. Richtige Ohrwürmer („We Never Close Our Eyes“, „Baby Blue“, „Sleepwalking Life“) sind zu hören, die den Charme von Blondie mit der Coolness von The Organ kreuzen. Oder sie paaren Art Pop und Indie-Rock, der zwischen Metric und den Throwing Muses pendelt, man höre „Sick Love“ oder „Half A Mind (Dreamer Forever)“.

Auch wenn die Scanners viele Assoziationen zu anderen Bands wecken, klingen sie letztens ganz nach sich selbst. Die Frontfrau Sarah Daly hat eine charismatische Stimme, die Coolness und Emotion auslotet und die Instrumente werden immer songdienlich – ohne Effekthascherei – eingesetzt. Einige der Songs sind absolut tanzflächentauglich, andere verzaubern mit dunkler Melancholie. Gerade dieser Spagat funktioniert so gut, dass „Submarine“ zu beinahe jeder Gelegenheit aufgelegt werden kann. Die Scanners müssten eigentlich bald in aller Indie Munde sein.

Anspieltipps:

  • We Never Close Our Eyes
  • Baby Blue
  • Half A Mind (Dreamer Forever)
  • Sleepwalking Life

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
5/10

Mints
  • 2017    
Diskutiere über „Scanners“
comments powered by Disqus