Bob Dylan - The Witmark Demos 1962-1964: Bootleg Series Vol. 9 - Cover
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Bob Dylan The Witmark Demos 1962-1964: Bootleg Series Vol. 9


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 151 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Witmark Demos“ enthält 47 (!) Songs, die Dylan vor seinem 24. Lebensjahr geschrieben und allein aufgenommen hat.

Mit den jetzt vorgelegten „Witmark Demos” aus den Jahren 1962 bis 1964 geht die Bootleg-Serie von Bob Dylan in die neunte Runde. Darauf haben die Sammler lange gewartet, nachdem der achte Teil der Bootleg-Serie („Tell Tale Signs“) schon seit zwei Jahren auf dem Markt ist.

„The Witmark Demos“ enthält 47 (!) Songs, die Dylan vor seinem 24. Lebensjahr geschrieben und allein aufgenommen hat. Somit hört man nur den Meister selbst, eine akustische Gitarre, ab und zu mal ein Piano und natürlich die berühmte Dylan-Mundharmonika. Puristischer geht’s nimmer.

Die Klangqualität der weit über 40 Jahren Demoaufnahmen ist erstaunlich gut und die Ausstattung des Doppelalbums mit einem opulenten Booklet wie erwartet detailverliebt. Doch weil dies einen Fan und Sammler von Dylan-Alben nicht wirklich aus der Reserve lockt, beinhalten die „Witmark Demos“ 15 offiziell unveröffentlichte Songs wie z.B. „Ballad for a friend“, „Long ago, far away“, „Guess I’m doing fine“ und „The death of Emmett Till“. Diese werden mit den Urversionen von Klassikern wie „Don’t think twice, it’s all right“, „Blowin’ in the wind“, „Mr. Tambourine man“, „The times they are a-changin'“ oder auch „A hard rain’s a-gonna fall“ garniert, sodass auch Nicht-Dylan-Maniacs ihr Aha-Erlebnis haben.

Die Aufnahmen sind uralt, aber sie leben! Man hört Bob Dylan, wie er zwischen den Textzeilen von „Blowin’ in the wind“ kurz hustet, wie er sich in „Man on the street“ in den Hintern beißt, weil er den Text vergessen hat, wie er in verschiedenen Songs den Takt mit dem Fuß vorgibt und am Ende diverser Songs einen launigen Kommentar abgibt („I’d hate to be you on that dreadful day“). Hier ist ein Singer/Songwriter mit Leib und Seele am Werk, der sein Publikum seit fast 50 Jahren mit den scheinbar einfachsten Mitteln fesselt: Starke Texte, eine markante Stimme und eine Gitarre. Aber wenn das wirklich so einfach wäre, gäbe es viel mehr Musiker vom Schlage eines Bob Dylan. Als Beweis dient diese feine Sammlung von Demoaufnahmen aus der Schaffensfrühphase des Amerikaners.

Anspieltipps:

  • Hero blues
  • I shall be free
  • Ballad for a friend
  • Blowin’ in the wind
  • Mr. Tambourine man
  • Standing on the highway
  • Quit your low down ways
  • A hard rain’s a-gonna fall
  • Rambling, gambling Willie
  • The Times they are a-changin'
  • Don’t think twice, it’s all right

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