Halford - Halford IV: Made Of Metal - Cover
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Halford Halford IV: Made Of Metal


  • Label: Metal God Records
  • Laufzeit: 63 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer von seinen Fans auch nach 40 Jahren immer noch ehrfürchtig als Metal God bezeichnet wird und sein eigenes Label Metal God Entertainment nennt, muss diese Vorschusslorbeeren natürlich auch irgendwie zurückzahlen. Mit Judas Priest hat das nach Meinung vieler zuletzt nicht richtig geklappt. In Bezug auf seinen letzten Solo-Output „Winter Songs“ artete das Unterfangen gar in einer mittelschwere Katastrophe aus.

Mit „Halford IV: Made Of Metal“ muss Metal God Rob Halford (59) nun also beweisen, dass er (noch) nicht zum alten Eisen gehört. Doch unter der erneuten Regie von Produzent, Songschreiber und Gitarrist Roy Z. (Bruce Dickinson, Sebastian Bach, Helloween) liefert Rob Halford 14 neue Songs ab, die genau das nicht schaffen. Gefangen in einem erschreckend dünnen Soundkorsett präsentiert der Altmeister des Heavy Metal einen biederen Song nach dem anderen. Melodien, Riffs, Songtexte – hier ist wirklich alles auf simpelsten Niveau und streckenweise genauso peinlich wie das völlig unpassende Covermotiv.

In den 80er Jahren wäre so etwas auf einer Outtakes-Sammlung gelandet, zu der dann auch das „Playstation One“-Cover gepasst hätte. „Made Of Metal“ wird dem geneigten Hörer aber allen Ernstes als frisches Studiowerk aufgetischt, das die Kreativmisere von Rob Halford fortsetzt. Dabei verirren sich sogar AOR-Anleihen („Heartless“) und pathetische Balladen („Twenty-five years“) in die Tracklist. Na ja, und mal ehrlich, was soll man schon von Songs mit Titeln wie „Fire and ice“, „Hell razor“ und „Thunder and lightning“ erwarten? Eben! Sehr schwache Judas-Priest- und 80er-Jahre-Hardrock-Rip-Offs, mit denen Halford seine Fans betroffen macht, weshalb wir über dieses Album am liebsten peinlich berührt den Mantel des Schweigens ausbreiten würden. Aber das geht ja nicht, wenn die Rezensentenpflicht ruft.

Anspieltipps:

  • Undisputed
  • Till the day I die
  • We own the night

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