Monster Magnet - Mastermind - Cover
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Monster Magnet Mastermind


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 61 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Monster Magnet ist einer von den Namen im Musik-Biz, die für kreischende Menschenmengen und riesige Warteschlangen sorgen. Zumindest bildet sich die eingeschworene Fangemeinde dies gerne immer noch ein. Schon (viel zu) lange tummeln sich Monster Magnet auf dem Spielplatz der großen Rockacts und seit ihrem Debüt rennen sie den Ansprüchen unweigerlich hinterher. Ihr erstes Album gilt als ihr bestes, was kein Einzelschicksal ist, doch inzwischen verlieren sich die Alben in Hardrock-Einfachheit, die sich in den letzten zehn Jahren nicht mehr entwickelt hat.

Was hier so vernichtend klingt, ist keine Ankündigung für das schlechteste Album des Jahres, sondern schlichtweg für die Kluft zwischen Anspruch und Wahrheit. Die Kunst des Understatement ist nicht jedem gegeben und so suchen besonders Die-Hard-Fans nach neuen „Space Lord“-Nachfolgern. Sie werden vergebens danach suchen, denn was sich dem Hörer auf „Mastermind“ offenbart, ist einfach eine Rezitation der Vergangenheit. Natürlich wackeln die Boxen ordentlich bei „Hallucination Bomb“ und „Bored With Sorcery“, aber Krach und Kraft sind nicht allein die Schlüssel zum Erfolg.

Ein gutes Beispiel für das Dilemma des Frontmanns Dave Wyndorf ist das langsamere „When All The Planes Fall From The Sky“, das nach knapp mehr als der Hälfte seiner Dauer ein Nullwachstum an den Tag legt, dass sich gewaschen hat. Manche Lieder können mit einem sphärischen Ausklang punkten, doch die teilweise sehr monotonen Schlussteile auf diesem Album entbehren sich großer Klasse. Es wirkt, als müsste das Klischee langer Rocksongs bedient werden, komme was wolle!

Bis auf einige wirklich gute Soli hört man eine Stunde lang nur Mittelmaßware, die niemanden mehr vom Hocker reißt. Das Prädikat „Für Fans“ bekommt das Album zwar noch, was aber auch nur an der gewohnt starken Stimme des Sängers und den wenigen Soli liegt, aus denen einige wieder neue Monsterhymnen heraushören wollen. Eine handvoll guter Lieder will man dem Alben auch anrechnen, aber die Kirche lassen wir dabei im Dorf, ja?

Anspieltipps:

  • Gods And Punks
  • Hallucination Bomb

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