Freebass - It´s A Beautiful Life - Cover
Große Ansicht

Freebass It´s A Beautiful Life


  • Label: Hacienda Records/ALIVE
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Man nehme drei Bassisten legendärer Bands aus Manchester und einen relativ jungen Sänger einer aktuellen Manchester Band und fertig sind Freebass. Die Besetzung liest sich folgendermaßen: Peter Hook (Joy Division, New Order), Gary Mounfield (The Stone Roses, Primal Scream), Andy Rourke (The Smiths) und der Lead Sänger Gary Briggs (Haven, Strays). Das weckt bereits beim Lesen der Namen die Neugierde. Eine Bass-Supergroup, das hatten wir noch nicht, die zuletzt gelungene Superformation hört auf den Namen Monsters Of Folk.

Dementsprechend positiv gestimmt wandert die CD in den Player und schiebt Befürchtungen eines allzu basslastigen Albums bereits nach wenigen Songs beiseite. Im Juni 2010 hatten Freebass einige Live Dates im UK gespielt, wo sie sowohl auf neues als auch älteres Material (ihrer Bands) zurückgriffen. Aus lockeren Sessions entwickelten die drei Bassisten ihren eigenen freigeistigen Sound, der einerseits in die glorreiche Vergangenheit schielt, andererseits auf den Indie-Rock dieser Tage trifft, nicht nur wegen des Lead Sängers Gary Briggs, der Einigen von Haven oder den Strays her bekannt sein dürfte.

Ist der positive Album-Titel „It’s A Beautiful Life“ einer gewissen Altersweisheit geschuldet? Dafür sprechen melodische Songs wie „It’s Not Too Late“, „The Only Ones Alone“ sowie „Secrets And Lies“. Dagegen jedoch die atmosphärisch-dunklen Songs wie „Plan B“, Kill Switch Pt. 141“ und „Lady Violence“. Nach vorne gehende Indie-Rock-Nummern wie „She Said“ oder „The God Machine“ zeigen welche Bandbreite Freebass auf „It’s A Beautiful Life“ vorzuweisen haben. Sie zimmern aus Dub, Kraut-, Indie- und Post-Rock sowie Popelementen ein facettenreiches Klangbild, das letztlich durch Gary Briggs Stimme und die entsprechenden Interaktionen der einzelnen Musiker zusammengehalten wird. Fazit: Ein insgesamt ansprechendes Album nicht nur für Anhänger der oben genannten Musiker, die hier in einem anderen Kontext neu entdeckt werden wollen.

Anspieltipps:

  • It’s Not Too Late
  • Kill Switch pt 141
  • Secrets And Lies
  • The God Machine

Neue Kritiken im Genre „Indie-Rock“
6.5/10

Niente
  • 2017    
Diskutiere über „Freebass“
comments powered by Disqus