Sharon Corr - Dream Of You - Cover
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Sharon Corr Dream Of You


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ihre kleine Schwester Andrea (36) hat es mit „Ten Feet high“ (06/2007) bereits vor drei Jahren getan. Jetzt macht es Sharon (40) nach und veröffentlicht mit „Dream Of You“ ihr Solodebütwerk außerhalb des gemeinsamen und zurzeit pausierenden Band-Projekts The Corrs, das sie zusammen mit ihren Geschwistern Jim und Caroline betreiben.

Seit fünf Jahren liegen The Corrs nun schon auf Eis. Über 30 Millionen Tonträger hatte die irische Musikerfamilie bis dahin verkauft und eine große Pop-Karriere hingelegt. Ungewöhnlich, dass sie auch weiterhin an ihrer Pause festhält und die Corrs lieber solo musizieren. Mit dem zweiten Soloalbum eines Corrs-Mitglieds bekommen die Fans wenigstens musikalisch etwas Vergleichbares vorgesetzt, das ihnen die Wartezeit auf die Reunion etwas versüßt.

Bei den Corrs spielt Sharon hauptsächlich Violine und steuert Background Gesang bei. Auf ihrem Soloalbum steht sie dagegen erstmals richtig im Mittelpunkt und muss sich als „vollwertige“ Sängerin beweisen. Das ist sicher keine unerhebliche Umstellung, die Sharon Corr aber ohne Probleme meistert. Als Einleitung hören wir die 40-Jährige mit dem Instrumental „Our wedding day“ zwar noch wie gehabt nur an der Violine, womit von Anfang an fest steht, dass der Hörer auch auf „Dream Of You“ nicht auf das markante Violinenspiel der zweifachen Mutter verzichten muss. Doch danach muss sie ihre Frau als Folk-Pop-Sängerin stehen und tut dies in zumeist sehr bedächtigen, sich im Midtempobereich bewegenden Songs.

Zwei Instrumentalstücke, zwei Traditionals und zwei Coverversionen stellen dabei die Hälfte des Songmaterials, bei dem Gitarrengott Jeff Beck ein schönes Solo zu „Mná Na hÉireann” beiträgt. „Everybody’s got to learn sometimes“ ist ein Cover des Korgis-Hits aus dem Jahr 1980 und „Smalltown boy” stammt im Original von Bronski Beat. All diese Tracks bekamen einen melancholischen Stempel aufgedrückt, der passend zu den inhaltlichen Themen wie Hoffnungen und Träumen den Rahmen des Albums festlegt. Dabei gelangen der Irin ein paar sehr schöne Melodien („It’s not a dream“, „Buenes Aires“, „So long ago“), die sie natürlich mit ihrem Violinenspiel unterfüttert hat und die wie geschaffen sind für den herannahenden Herbst. Dem einen oder anderen mag dies zwar zu seicht vorkommen, aber bei einem Anfall von Melancholie ist dieses Album der richtige Griff ins CD-Regal.

Anspieltipps:

  • Real world
  • So long ago
  • Dream of you
  • Smalltown boy
  • It’s not a dream

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